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Hamit gegen Halil

Nur ein Sieg zählt im Bruderduell

Hamit Altintops Onkel wird in der Allianz Arena sein, dazu sein Schwager und ein paar Freunde. Denn das Duell zwischen dem FC Bayern und dem FC Schalke 04 am Samstag ist auch ein großes Familientreffen - nicht nur auf der Zuschauertribüne, sondern auch auf dem Rasen. Hamit trifft dort auf seinen Zwillingsbruder Halil, der für Schalke auf Torejagd geht. „Wir telefonieren täglich“, berichtete Hamit von der engen Beziehung zu seinem zehn Minuten jüngeren Bruder. Zum zwölften Mal sind beide am Samstag für 90 Minuten mehr Gegner statt Geschwister.

Dabei verlief die Karriere der Altintop-Zwillinge meist in parallelen Bahnen. Bis 2003 spielten Hamit und Halil immer für den gleichen Klub (Schwarz-Weiß Gelsenkirchen-Süd, TuS Rotthausen, Wattenscheid 09) und auch in der Saison 2006/07 trugen beide noch einmal das gleiche Trikot (Schalke). Inzwischen kam es allerdings auch zu elf Bruder-Duellen in Bundesliga (9), DFB-Pokal (1) und Ligacup (1).

Schalke (Hamit) gegen Kaiserslautern (Halil) bzw. Bayern (Hamit) gegen Schalke (Halil) lauteten diese Paarungen, in denen meist der Ältere Grund zum Jubeln hatte. Neun Mal gewann Hamit, einmal Halil, einmal trennte man sich brüderlich unentschieden. Am Samstag will Hamit den zehnten Sieg gegen seinen Zwillingsbruder feiern. „Wir müssen gewinnen“, sagte er am Mittwoch.

Das Duell gegen seinen Bruder spielt für Hamit dabei allerdings nur eine Nebenrolle. Wichtiger sei es, drei Punkte für den Titelkampf zu sammeln, betonte der FCB-Profi. „Ich will spielen und mit der Mannschaft erfolgreich sein“, sagte der 26-Jährige, der zuversichtlich in den Meisterschaftsendspurt geht: „Ich denke, am Ende wird es für die Schale reichen.“

Von Verletzungen gestoppt

An der Verwirklichung des Titeltraums will Hamit nach einer von Verletzungen durchzogenen Saison noch möglichst oft aktiv auf dem Platz beitragen. „Ich fühle mich gut und hoffe auf Einsätze“, sagte er. Wegen einer Mittelfußoperation hatte er fast die komplette Hinrunde verpasst, zuletzt musste er wegen eines Muskelfaserrisses vier Wochen lang zuschauen.

Doch jetzt ist Hamit wieder fit. Ob er schon bei 100 Prozent ist, sei schwer zu sagen, meinte er. „Zuletzt hatte ich nur ein paar Kurzeinsätze, aber ich fühle mich gut und hoffe auf mehr Einsätze.“ Ganz besonders am Samstag, wenn es wieder einmal gegen seinen Bruder geht.

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