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Starke Alternativen

Ottl und Sosa bewähren sich

Beim 1:1 im Rückspiel gegen den FC Barcelona zeigten sie einen beherzten Auftritt. Schon zuvor hatte Trainer Jürgen Klinsmann immer öfter auf die Qualitäten von Andreas Ottl und José Ernesto Sosa gesetzt. Das Duo drängt vehement auf einen Platz in der ersten Elf. Im Endspurt um den Meistertitel stehen Ottl und Sosa ihren Mann und haben sich zu wichtigen Alternativen entwickelt. „Aufgrund von Verletzungen anderer, wie es sie im Fußball nun einmal gibt, ist die Position im Moment offen und Sosa hat sie sich geholt. Und auch Andi Ottl ist dabei sich seine Position zu holen“, freut sich Klinsmann über die starken Vorstellungen der beiden Youngster in den letzten Wochen.

Insbesondere bei Sosa kommt die tolle Entwicklung etwas überraschend. Der Argentinier brauchte seine Zeit, um sich einzugewöhnen beim FCB. Im Winter sollte der 23-Jährige ausgeliehen werden, um die nötige Spielpraxis zu bekommen. Doch ein Wechsel nach Palermo scheiterte. „Wenn sich hier die Konstellation ergibt, dann bekommst du deine Spiele“, tröstete ihn Klinsmann damals.

Sosa hat mit viel Trainingseifer dazu beigetragen, dass sich diese Konstellation schneller einstellte als gedacht. Klinsmann: „Wir haben in den letzten Monaten versucht den Spielern das Gefühl zu geben, wenn sie hartnäckig an sich arbeiten, mit vollem Eifer bei der Sache sind und sich voll auf den Job konzentrieren, dass sie dann die volle Unterstützung bekommen, einen richtig heißen Konkurrenzkampf zu führen.“

Großes Lob vom Trainer

Einen heißen Konkurrenzkampf scheut auch Ottl nicht. Gegen Barcelona stellte das Münchner Eigengewächs unter Beweis, welch hervorragende Fußballer die Stadt München hervorbringen kann. Der gebürtige Münchner kickt seit dem elften Lebensjahr für den FC Bayern, hat nahezu sämtliche Jugendmannschaften des deutschen Rekordmeisters durchlaufen und wird mit seinen nunmehr 24 Jahren immer wertvoller für den FCB.

„Es war beeindruckend, wie er gestern gespielt hat. Abgeklärt, ruhig, sachlich immer giftig und am Gegner dran“, lobte ihn Klinsmann am Tag nach dem Barca-Spiel. Ottl selbst ärgerte sich noch ein wenig über das Remis gegen die Katalanen: „Ein kleiner Funken Hoffnung war immer dabei. Wir haben in der ersten Hälfte richtig Gas gegeben, um den Traum zu verwirklichen. Doch nach dem 1:1 war klar, dass wir nicht mehr weiterkommen können.“

Meisterschaft bleibt das Ziel

Für die nahe Zukunft ist Ottl, der mittlerweile 68 Bundesligaspiele für den FC Bayern absolviert hat und dabei fünf Tore erzielte, optimistisch. Schließlich will er am Saisonende unbedingt wieder die Schale in den Händen halten. „Wir haben wie gegen Barcelona auch schon gegen Frankfurt ein gutes Spiel gemacht. Wir haben nicht viele Torchancen zugelassen. Darauf kann man aufbauen.“ Sein Saisonziel formuliert er klar: „Wir wollen alle nach dem 34. Spieltag Meister und nächstes Jahr in der Champions League spielen.“

Dass Ottl dazu selbst einen Beitrag leisten wird, davon geht der defensive Mittelfeldspieler aus. Am Samstag steht der schwere Gang auf die Bielefelder Alm an. „Ich gehe davon aus, dass ich spielen werde. Ich wüsste nicht, warum der Trainer etwas ändern sollte“, hofft Ottl auf die Fortsetzung seiner persönlichen kleinen Erfolgsstory.

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