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Jürgen Klinsmann 'bedient'

'Sowas muss man erst mal verdauen'

1:5 im Spitzenspiel beim VfL Wolfsburg verloren - diesen Nachmittag in der Volkswagen-Arena hatte man sich bei Titelvertiger FC Bayern ganz anders vorgestellt. „Es ist enttäuschend, aber wir können es jetzt leider nicht mehr ändern“, erklärte anschließend Jürgen Klinsmann. Der Bayern-Coach machte als einziger Beteiligte des FCB Aussagen zur höchsten Niederlage in dieser Saison.

Jürgen Klinsmann im Interview:

Frage: Herr Klinsmann, was sagen Sie zur höchsten Saisonniederlage Ihrer Mannschaft?
Jürgen Klinsmann: „Natürlich sind wir bedient, das ist ganz klar. Vor allem wenn man eine sehr gute erste Halbzeit gespielt und sehr gut auf das 1:0 reagiert hat.“

Frage: Und was ist danach passiert?
Klinsmann: „Wir haben in der zweiten Halbzeit viel zu viele Fehler in der Rückwärtsbewegung gemacht, aber auch zu viele individuelle Fehler. Wie dann die Wolfsburger zu ihren Toren gekommen sind, das ist dann fatal und schlecht. Das wissen wir aber auch alle.“

Frage: War es nicht auch ein Rückschlag für das gesamte defensive Verhalten?
Klinsmann: „Natürlich. Jeder Spieler wird sich die Fernsehbilder heute Abend noch anschauen und sich die Fehlerketten, die bei jedem einzelnen Gegentor passiert sind, zu Gemüte führen. Es ist enttäuschend, aber wir können es jetzt leider nicht mehr ändern.“

Frage: Am Mittwoch steht das CL-Spiel gegen Barcelona an. Wie werden Sie die Mannschaft darauf vorbereiten?
Klinsmann: „Wir müssen nach vorne schauen und so schnell wie möglich den Hebel umlegen. Natürlich werden wir über die Fehler reden, die heute passiert sind, aber ab morgen werden wir den Blick nur nach Barcelona richten. Wir sind alle Profis und es gehört mit dazu, sich aufzurichten - selbst wenn man eine Klatsche bekommen hat. Wir stehen wieder auf und werden ein gutes Spiel in Barcelona machen.“

Frage: Wie schätzen Sie die Niederlage im Hinblick auf die Meisterschaft ein?
Klinsmann: „Wir müssen das jetzt leider so schlucken. Wir hätten heute einen Riesenschritt nach vorne machen können, wie es jetzt die Wolfsburger gemacht haben. Wir haben es nicht gemacht und stehen jetzt drei Punkte hinter dem Tabellenführer. Es sind noch genügend Spiele zu spielen, aber es ist klar, dass die Stimmung alles andere als gut ist. Sowas muss man erst einmal verdauen.“

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