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Mister 1:0

Toni nährt Bayerns Titelhoffnung

Natürlich, Luca Toni, wer sonst? In seinem Jubiläumsspiel hat der italienische Weltmeister die Hoffnungen des FC Bayern auf eine erfolgreiche Titelverteidigung weiter aufrechterhalten. Mit seinem insgesamt 36. Treffer im 50. Bundesligaspiel sicherte der Angreifer dem deutschen Rekordmeister am Samstag den knappen, aber hochverdienten 1:0-Erfolg bei Arminia Bielefeld und stellte einmal mehr seine Qualitäten als Vollstrecker unter Beweis.

Für den Torschützenkönig der vergangenen Spielzeit war es bereits der 12. Saisontreffer, mit dem er seinen Status als bester Bayern-Stürmer vor seinem derzeit verletzten Mannschaftskollegen Miroslav Klose (10) weiter ausbaute. „Wie er das als alleiniger Stürmer handhabt und seine Arbeit verrichtet, das ist schon toll. Er macht das super“, lobte Trainer Jürgen Klinsmann angesichts der Verletzungen von Klose und Lukas Podolski seinen „Einzelkämpfer“ im Angriffszentrum.

Super ist vor allem Tonis Bilanz als Schütze des wichtigen 1:0. In der laufenden Saison war er schon das sechste Mal, dass der Italiener den FCB in Führung schoss, gar zehn Mal war dies in der letzten Spielzeit der Fall. Hinzu kommen noch vier Torvorbereitungen zum 1:0. Wettbewerbsübergreifend war Toni in 75 Pflichtspielen für die Bayern insgesamt 29 Mal am Führungstreffer beteiligt, 22 seiner 54 Pflichtspieltreffer waren Tore zur 1:0-Führung.

Tonis Treffer in Bielefeld ist umso beachtlicher, da sich der Stürmer angesichts der Verletzungen von Klose und Lukas Podolski derzeit als „Einzelkämpfer“ im Bayern-Angriff behaupten muss. Auch gegen die robuste Arminia-Abwehr musste Toni „all seine Wucht, Kraft und Energie“ (Klinsmann) in die Waagschale werfen, um sich immer wieder in aussichtsreiche Position zu bringen. Das belegen auch die sieben Torschüsse, mit denen Toni die meisten auf Seiten der Bayern verzeichnete.

Hoffen auf Klose

„Natürlich ist das eine ganze andere Kiste, wenn der Miro an seiner Seite wäre“, weiß auch Klinsmann, dass sein Team mit nur einem gesunden Stürmer derzeit auf einem „schmalen Grat“ wandert. Zumal Toni selbst erst von einer langwierigen Achillessehnenverletzung genesen ist, sich aber rechtzeitig zum Saisonfinale wieder seiner Bestform nähert. „Der Ausfall von Miro wiegt schwer.“

Doch Klinsmann ist guter Dinge, dass der deutsche Nationalspieler, der sich nach seiner Fußoperation derzeit im Aufbautraining befindet, in der Endphase der Meisterschaft Toni zur Seite springen und etwas entlasten kann. „Wir rechnen damit, dass er noch vor Saisonende eingreift und das eine oder andere Spiel machen kann“, so Klinsmann. Vielleicht kann Klose seinem Sturmpartner ja dann noch das ein oder andere 1:0 auflegen.

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