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'Punkten, punkten, punkten'

Volle Konzentration auf den Liga-Endspurt

Da staunten Daniel van Buyten, Tim Borowski, Michael Rensing und Miroslav Klose nicht schlecht. Am Mittwochnachmittag liefen die Bayern-Profis ganz besonderen Fans in die Arme: zehn Nonnen der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul, alle mit einem FCB-Schal über der Schulter. Uli Hoeneß persönlich führte die Vinzentinerinnen durch das FCB-Leistungszentrum. Auch der Bayern-Manager hatte einen Schal umhängen, ein Geschenk der Schwestern. Darauf zu sehen: der Ordensheilige Vinzenz von Paul.

„Können Sie mir versichern, dass wir in Bielefeld gewinnen, wenn ich den anziehe?“, fragte ein gut gelaunter Hoeneß, als ihm der Glücksbringer von Generaloberin Schwester Theodolinde überreicht wurde. Denn Beistand von oben kann ja nicht schaden vor dem Saisonendspurt, in den der FC Bayern am Samstag in Bielefeld startet.

Nach dem Aus in der Champions League kann sich der Rekordmeister in den letzten fünf Wochen dieser Spielzeit voll auf die Bundesliga konzentrieren. Sieben Partien stehen noch auf dem Programm, vier vor eigenem Publikum, drei auswärts. „Jedes Spiel wird wichtig sein“, meinte Hoeneß angesichts der Konstellation an der Tabellenspitze: Der FCB ist aktuell Zweiter, drei Punkte hinter Spitzenreiter Wolfsburg, aber auch nur drei Zähler vor dem Fünften Stuttgart.

„Es sind noch 21 Punkte zu vergeben. Da kann noch viel passieren“, sagte Andreas Ottl vor dem Saisonfinale und betonte: „Unser Ziel ist ganz klar die deutsche Meisterschaft.“ Um die Konkurrenz hinter sich zu lassen, müsse man jetzt „punkten, punkten, punkten“, sagte Trainer Jürgen Klinsmann und auch Jörg Butt meinte: „Wir müssen die nächsten Spiele nach Möglichkeit alle gewinnen, um die deutsche Meisterschaft einzufahren. Das ist unser Ziel.“

In Bielefeld hat der FC Bayern am kommenden Samstag das erste seiner sieben Meisterschaftsendspiele. Danach folgen zwei Heimspiele gegen Schalke und Mönchengladbach, „was ein Vorteil ist“, wie Philipp Lahm feststellte. Nicht nur deswegen ist auch Ottl „optimistisch. Wenn wir unsere Hausaufgaben erledigen, können wir deutscher Meister werden. Wir wissen genau, was die Stunde geschlagen hat.“

Und als Unterstützung im Titelkampf hat der Rekordmeister ja auch noch seine Fans aus dem Kloster. Gegen Schalke werden die Vinzentinerinnen auf Einladung von Uli Hoeneß in der Allianz Arena sein. „Gerade in diesen Tagen vor der Schlussphase im Meisterschaftsrennen wollen wir unseren Partnern vom FC Bayern ein Zeichen der Verbundenheit geben“, sagte Schwester Theodolinde am Mittwoch. Was kann da eigentlich noch schief gehen?

Die Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul ist 100-prozentiger Gesellschafter der Adelholzener Alpenquellen, die wiederum seit mehr als acht Jahren Sponsor des FC Bayern sind.

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