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Wieder vereint

Altintop + Heynckes = Erfolg

Zuerst war viel Gefühl im Spiel, als Lukas Podolski den Ball aus dem Mittelfeld zentimetergenau in den Lauf von Hamit Altintop chippte. Dann folgte eine „Energieleistung“ (Jupp Heynckes) und der Ball knallte vom Innenpfosten ins Tor. 113 km/h wurden für Altintops 14-Meter-Hammer gemessen, es war der härteste Schuss des Spiels und ein ganz wichtiger noch dazu: der 2:1-Siegtreffer des FC Bayern gegen Borussia Mönchengladbach.

„Es war abgesprochen, dass die Stürmer die Innenverteidiger wegziehen, damit wir Räume haben, in die wir reinstoßen können“, analysierte Altintop nach dem Schlusspfiff seinen zweiten Saisontreffer, „das hat hervorragend funktioniert. Und dass ich den Ball dann so treffe, dass er so reingeht“, sei eben das nötige Quäntchen Glück gewesen, das man braucht - Abschlussglück, dass Altintop vor knapp sechs Jahren schon einmal in einer ähnlichen Situation gehabt hat.

Rückblick: 2. August 2003, 1. Bundesligaspieltag, das Debüt von Jupp Heynckes auf der Trainerbank des FC Schalke 04 und das Bundesligadebüt von Altintop. Beim 2:2 gegen Dortmund landen zwei Distanzschüsse des Mittelfeldspielers im Tor. „Seine Tempowechsel erinnern mich ein bisschen an Lothar Matthäus. Und was mir besonders gefällt: Er hat einen einwandfreien Charakter“, schwärmte Heynckes damals von seiner Entdeckung.

An der gegenseitigen Wertschätzung hat sich bis heute nichts geändert. „Ich habe mit Jupp Heynckes eine sehr positive Zeit gehabt auf Schalke“, erzählte Altintop, der nie gedacht hätte, „dass wir nochmal zusammenarbeiten würden. Ich habe geglaubt, Jupp Heynckes hätte mit dem Trainergeschäft abgeschlossen.“

'Er ist so wie früher'

Der Fußball schreibt aber eben manchmal seine ganz eigenen Geschichten. Und so sitzen Altintop und Heynckes jetzt beim FC Bayern wieder in einem Boot, und prompt erzielte Altintop beim Debüt des Trainers wieder ein Tor. Weitschüsse schätze Heynckes als Überraschungsmoment, erzählte Altintop. Ansonsten lege der Trainer Wert auf ein „gepflegtes Passspiel“ und die einfachen Dinge: „Disziplin haben und Gas geben.“

Heynckes' Vorstellungen versucht der Mittelfeldspieler auch seinen Mitspielern zu vermitteln. „Ich kenne den Trainer und versuche, dem einen oder anderen zu sagen, was er für eine Philosophie hat und was er von einem Spieler erwartet.“ Groß verändert habe sich Heynckes nämlich nicht. „Er ist noch so wie früher.“

Klare Worte gefallen

Dass Heynckes der richtige Mann ist, den FC Bayern im Ligaendspurt zu helfen, davon ist Altintop überzeugt. „Er ist viel rumgekommen, war auch im Ausland, hat mit Real Madrid die Champions League gewonnen und mit Topspielern zusammengearbeitet. Er kann die Lage hier sehr gut einschätzen“, meinte Altintop, dem vor allem die „klaren Ansagen“ des Trainers gefallen. „Das ist in der momentanen Phase sehr wichtig.“

Mit Toren und Leistung will Altintop seinen alten und neuen Trainer im Saisonendspurt unterstützen. „Ich brenne“, sagte der 26-Jährige zu seiner persönlichen Situation nach einer Saison voller Verletzungen (Mittelfuß-OP, Muskelfaserriss). Man kann sicher sein: Altintop ist auch in den kommenden Spielen für ein paar Knaller gut.

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