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Sosa, Micho, Poldi

Drei Torschützen, drei Geschichten

José Sosa, Martin Demichelis und Lukas Podolski - so hießen die Torschützen des FC Bayern am Samstagnachmittag beim verdienten 3:1-Sieg beim FC Energie Cottbus. Hinter jedem Treffer verbarg sich eine ganz persönliche Geschichte, das zeigte unter anderem „Micho“ Demichelis bei seinem Torjubel. fcbayern.de hat sich einmal genauer mit diesen drei Spielern beschäftigt.

1:0, Jose Sosa (23.)
Wenn im Winter alles glatt verlaufen wäre, dann hätte José Sosa das Tor in Cottbus gar nicht mehr schießen können. Erst in letzter Sekunde scheiterte ein Ausleihgeschäft des Argentiniers nach Palermo. Sosa blieb und nutzte seine Chance, als er sie bekam. Am 25. Spieltag schoss er die Bayern mit seinem ersten Pflichtspieltreffer überhaupt zum 1:0-Heimsieg gegen den Karlsruher SC. Seitdem stand er vier Mal in der Startelf und entwickelt sich immer mehr zur echten Alternative im offensiven Mittelfeld.

Auch in Cottbus spielte er einige feine Pässe und bestach durch gutes Spielverständnis. Für die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ war er sogar bester Münchner in diesem Spiel. Knapp zwei Jahre nach seinem Wechsel zum FCB scheint der 23-Jährige endgültig in München angekommen zu sein.

2:1, Martin Demichelis (62.)
Martin Demichelis machte nach seinem Kopfball zum 2:1 schnell deutlich, wem er diesen Treffer widmete: Martin jr. Am Sonntag zuvor war der 28-jährige Argentinier zum ersten Mal Papa geworden, beflügelt davon erzielte er gegen Cottbus bereits seinen vierten Saisontreffer und stellte damit eine neue eigene Bestmarke auf.

Im 144. Bundesligaspiel hatte er aber zunächst Pech, als er vor dem zwischenzeitlichen Ausgleich den Ball verlor und dann den weiten Einwurf von der Seitenauslinie unglücklich nach hinten verlängerte. Nach der Ecke von Lukas Podolski zeigte „Micho" aber volle Entschlossenheit und wuchte den Ball mit dem Kopf in die Maschen. Vaterfreuden und Führungstreffer - diese Woche wird Martin Demichelis bestimmt niemals vergessen.

3:1, Lukas Podolski (66.)
Auf seine letzten Tage beim FC Bayern zeigt Lukas Podolski so langsam wieder die Qualitäten, für die die Verantwortlichen des Rekordmeisters ihn vor drei Jahren nach München geholt haben. Gegen Gladbach am letzten Wochenende gab er die Vorlage zum 2:1-Siegtreffer von Hamit Altintop, in Cottbus trat er die Ecke zum 2:1 von Demichelis und erzielte vier Minuten darauf das Spiel entscheidende 3:1. Sechs Mal schoss er insgesamt auf das Cottbuser Tor - so viel wie kein anderer Münchner an diesem Nachmittag.

Großen Anteil an „Poldis“ Formanstieg hat sicherlich Jupp Heynckes. Der Interimscoach der Bayern stellte nach seinem Amtsantritt sofort auf zwei Stürmer um und beförderte den ehemaligen und zukünftigen Kölner zunächst zum Freistoß- und dann auch noch zum Eckballschützen. „Lukas ist ein exzellenter Fußballer. Er bringt alles mit, um uns in den letzten Wochen entscheidend zu helfen“, sagte Heynckes. In den letzten beiden Spielen hat das schon ganz hervorragend geklappt.

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