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Zuversichtlicher Heynckes

'Es herrscht eine gute Atmosphäre'

Am Dienstag- und am Mittwochabend standen für Jupp Heynckes zwei absolute Pflichttermine auf dem Programm: Arsenal gegen Manchester und Chelsea gegen Barcelona im TV schauen. „Das ist interessant und das verfolge ich natürlich. Champions League ist das Sahnestück, da wird auf einem ganz hohen Niveau gespielt“, sagte der FCB-Interimscoach über die beiden Halbfinal-Duelle in der „Königsklasse“ und schwärmte im Interview bei FCB.tv speziell über Barcelona: „Für mich spielt Barcelona momentan den besten Fußball auf der Welt.“

Auf das Niveau der Katalanen wird Heynckes den FCB in dieser Saison wohl kaum noch führen können. Aber der 63-Jährige will alles dafür tun, dass sich die Münchner auch in der nächsten Saison mit den besten Mannschaften Europas messen werden. „Ich bin zuversichtlich. Es herrscht eine gute Atmosphäre in der Mannschaft und um die Mannschaft herum“, berichtete Heynckes.

Mindestens Platz zwei und damit die direkte Qualifikation für die Champions League - so lautet Heynckes' Mission beim FC Bayern. Knapp vier Wochen hat der Fußballlehrer Zeit, die Mannschaft auf Kurs zu bringen. „Da kann man nichts Grundlegendes ändern. Ich kann nur meine Kenntnisse von modernem Fußball und mein Knowhow einbringen und der Mannschaft helfen“, sagte Heynckes. Mit akribischer Arbeit vor, während und nach dem Training will er das erreichen

Die letzten Tage waren für Heynckes jedenfalls mit „viel Aufwand und viel Stress verbunden. In der jetzigen Situation war es notwendig, von Null auf Hundert zu starten.“ Doch bislang kann er nur Positives über die Zusammenarbeit mit der Mannschaft berichten. „Die Mannschaft hat es mir relativ leicht macht. Die Spieler ziehen sehr gut mit, sie sind sehr aufmerksam und die Trainingsinhalte werden so gut wie möglich umgesetzt.“

Mit Mittagsschlaf zum Erfolg

Auch wenn das manchmal etwas länger dauert. So wie bei einer komplexen Pass-Übung am Dienstagnachmittag. „Da hatten wir ein paar Schwierigkeiten“, berichtete Luca Toni am Mittwoch schmunzelnd, „aber nach 40 Minuten wussten wir dann, wie es geht". Heynckes meinte: „Bisher haben die Spieler alles Mögliche getan, um weiterzukommen.“

Heynckes bezeichnete sich selbst als Trainer, der für eine offensive Spielweise steht. Im modernen Fußball reiche eine gute Offensive aber nicht aus. „Hinten gut stehen und das Defensivverhalten optimieren, aber gleichzeitig die Spielertypen auf dem Feld haben, um auch kreativ spielen zu können“ - so möchte er den FC Bayern im Saisonendspurt präsentieren. Beim 2:1-Heimsieg gegen Gladbach klappte dies zumindest schon teilweise. Am Samstag in Cottbus hofft Heynckes, „dass wir uns weiter steigern werden.“ Besonders „das Spiel in die Tiefe und über die Außen“ sieht er als verbesserungswürdig.

Damit seine Spieler auf alle Fälle ausgeruht ins Training gehen, hat Heynckes am Dienstag eine Neuerung eingeführt. Zwischen den beiden Trainingseinheiten zog er die Mannschaft zur gemeinsamen Mittagsruhe zusammen. „Wir haben eine sehr harte Einheit gehabt und der Trainer wollte, dass wir uns darauf entsprechend vorbereiten“, sagte Keeper Jörg Butt.

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