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Verlieren verboten

FCB-Frauen auf dem Weg zum Titel

Zwei Spiele trennen die Fußballfrauen des FC Bayern noch vor dem größten Erfolg seit 33 Jahren. Wenn der Tabellenführer der Frauen-Bundesliga am Dienstagabend (19.00 Uhr) den Dritten FCR 2001 Duisburg zum Spitzenspiel im Sportpark Aschheim empfängt, könnte die in dieser Saison vor eigenem Publikum noch ungeschlagene Mannschaft von Trainer Günther Wörle mit einem weiteren Sieg ihren Vorsprung auf Verfolger Turbine Potsdam auf drei Punkte ausbauen und damit einen vorentscheidenden Schritt Richtung Deutscher Meisterschaft machen.

„Es trifft die beste Mannschaft Deutschlands auf die beste Mannschaft Europas“, sagte Wörle vor dem Duell mit dem frisch gekürten UEFA-Pokal-Sieger, der vor der Partie am Dienstag mit 47 Punkten vier Zähler hinter dem FCB rangiert. „Die Anspannung steigt von Tag zu Tag und wir sind froh, dass wir am Dienstag endlich spielen können“, so Wörle weiter, der die „einzigartige Serie“ seiner Elf von zuletzt sechs Siegen in Folge und 27:3 Toren auch gegen die Duisburgerinnen ausbauen möchte. „Wir sind gut drauf.“

Das ist allerdings auch der Gegner aus Duisburg. Gleich bei ihrer ersten Teilnahme sicherten sich die FCR-Spielerinnen den UEFA-Cup im Duell mit dem russischen Titelträger Swesda Perm, am Wochenende könnten sie mit dem Gewinn des DFB-Pokals im Finale gegen Potsdam noch einen draufsetzen. „Die wollen alle Spiele gewinnen“, warnte Wörle dann auch sein Team vor dem Glauben, der FCR werde in München einige seiner Stars schonen.

Hauptsache nicht verlieren könnte die Devise im vorletzten Saisonspiel lauten, zumal die letzte Partie am 6. Juni beim abgeschlagenen Tabellenschlusslicht TSV Crailsheim steigt. Doch Taktieren liegt nicht Sache der FCB-Frauen, die in der laufenden Spielzeit erst eine Niederlage einstecken mussten. „Wir wollen wir unsere Siegesserie nicht abreißen lassen und die Saison mit einer Niederlage als Meister abschließen“, sagte Karin Danner, Koordinatorin Frauenfußball beim Rekordmeister.

FCB voller Selbstvertrauen

„Wir haben zuhause immer unsere Leistungen abrufen können und sind auch in engen Spielen immer wieder zurückgekommen“, berichtete Rechtsverteidigerin Bianca Rech und kündigte an: „Wir wollen das Spiel gewinnen.“ An Selbstvertrauen mangelt es dem Tabellenführer also nicht, zumal dieser sein Auswärtsspiel in Duisburg Anfang April trotz großer Personalprobleme mit 2:1 gewann.

Ganz ohne Personalsorgen geht Wörle auch am Dienstagabend nicht in die Partie mit dem FCR. Mit Sylvie Banecki, in Duisburg noch Matchwinnerin mit zwei Treffern, und Nachwuchstalent Ivana Rudelic, muss der Trainer wegen Knieverletzungen auf zwei wichtige Alternativen im Angriff verzichten. „Der FC Bayern hat einen guten Kader, um dem zu begegnen“, zeigte sich Wörle aber dennoch optimistisch.

Champions League winkt

Mit einer lockeren Einheit am Sonntagabend, im Mittelpunkt standen Passspiel, Torabschluss und vor allem gelöste Stimmung, schloss Wörle die Vorbereitung auf das vorentscheidende Spiel ab. Schon ein Remis würde genügen, um sich als Tabellenzweiter für die neu geschaffene Champions League zu qualifizieren. Allerdings müsste der FCB dann bereits Ende Juli das erste Vorrunden-Turnier bestreiten, nur der Meister steigt direkt in die „Königsklasse“ auf.

„Mit dem FC Bayern Meister zu werden, wäre ein Traum“, berichtete Wörle, der erst im letzten Sommer aus Crailsheim nach München wechselte. „Wir alle wissen, was auf dem Spiel steht“, meinte auch Bianca Rech, die einzige aktuelle Bayern-Spielerin mit Titel-Erfahrung. Wie es denn sei, Deutscher Meister zu werden, wurde die 28-Jährige am Montag im Rahmen eine Pressekonferenz gefragt. Rech: „Richtig geil!“

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