präsentiert von
Menü
Endspiel um Platz 2

FCB will '90 Minuten Gas geben'

Vorhang auf zum finalen Akt. Am Ende einer von Höhen und Tiefen geprägten Saison empfängt der FC Bayern am Samstag den punktgleichen VfB Stuttgart zum „Endspiel“ um die direkte Champion-League-Qualifikation (ab 15.15 Uhr im FCB-Liveticker und im Webradio bei FCB.tv). Nur ein Sieg garantiert dem Rekordmeister die Teilnahme an der „Königsklasse“ und hält die Minimalchance auf die Titelverteidigung aufrecht.

„Das ist ein Finale, für uns und für Stuttgart“, weiß Philipp Lahm um die Brisanz des Südschlagers in der ausverkauften Allianz Arena. Denn auch für die Schwaben ist zwischen Platz eins und vier noch alles möglich, der Verlierer dieser Partie droht gar nur die Zuschauerrolle in Europas Eliteliga. „Keiner von uns will im UEFA-Cup spielen“, so Lahm weiter, jeder Spieler sei „noch fokussierter, weil es um so viel geht. Wir sind vorbereitet, 90 Minuten Gas zu geben.“

„Wir haben nur eine Bestrebung, das Spiel zu gewinnen“, machte auch Interimstrainer Jupp Heynckes deutlich, dass er seine auf fünf Spiele begrenzte Rückkehr auf die Bayern-Bank mit dem Minimalziel Platz zwei beenden will. Heynckes erwartet „ein richtig gutes Fußballspiel“ zweier offensiv ausgerichteter Mannschaften. Nach neun ungeschlagenen Spielen in Folge bezeichnete Heynckes den Gegner als „ein großes Kaliber. Aber wir haben ein Heimspiel. Und wir sind der FC Bayern.“

Wie schon in den letzten Spielen gegen Leverkusen und in der ersten Halbzeit in Hoffenheim wolle man auch gegen Stuttgart versuchen, „unsere Stärken durchzubringen.“ Mit „Elan, Disziplin, Fantasie und läuferischem Potenzial“, so Heynckes, wolle man in das Spiel gegen die beste Auswärtsmannschaft der Rückrunde gehen um das anvisierte Ziel zu erreichen. „Falls mehr rausspringt, würden wir nicht Nein sagen“, spielte Lahm gar auf eine mögliche Titelverteidigung an.

Hoffen auf Bremen

Doch dazu bedarf es auch eines Sieges von UEFA-Cup-Final-Verlierer Werder Bremen bei Spitzenreiter Wolfsburg. „Ich weiß aus eigener Erfahrung als Trainer, dass eine Mannschaft nach einer solchen Niederlage wieder anziehen muss, um sich für das Pokalfinale gegen Bayer Leverkusen zu präparieren. Das weiß auch Thomas Schaaf - und das kann unsere Chance sein“, hofft Heynckes auf eine Trotzreaktion der Bremer. Und Lahm ergänzte: „Es wäre schlecht für Bremen, mit zwei Niederlagen ins Pokalfinale zu gehen.“

Zunächst aber gilt es, die eigenen Aufgaben zu erledigen. „Wichtig ist, dass wir unser Spiel gewinnen, alles andere liegt nicht in unserer Hand“, so Heynckes, der voraussichtlich auf Hamit Altintop und Zé Roberto verzichten muss. Beide Mittelfeldakteure konnten unter der Woche nicht am Mannschaftstraining teilnehmen und dürften wohl auch im letzten Pflichtspiel der Saison nicht zur Verfügung stehen.

Selbst in der Hand

Somit wird Heynckes wohl auf die gleiche Elf zurückgreifen, die auch schon in den letzten Spielen über weite Strecken überzeugen konnte. „Unsere Mannschaft muss gegen Stuttgart alles in die Waagschale legen, um zu gewinnen und ganz sicher in die europäische Königsklasse einzuziehen“, forderte auch Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge. „Wir haben es selbst in der Hand.“

Weitere Inhalte