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Einstand

Heynckes freut sich auf Gladbach

Vorfreude ja, Lampenfieber nein. 822 Tage nach seinem letzten Spiel als Trainer von Borussia Mönchengladbach kehrt Jupp Heynckes am Samstag (ab 15.15 Uhr im FCB-Liveticker und im Webradio bei FCB.tv) in der ausverkauften Allianz Arena auf die Bundesliga-Bühne zurück und trifft ausgerechnet als Interimscoach des FC Bayern auf seinen Herzensklub, bei dem er fast 22 Jahre als Spieler und Übungsleiter verbracht hat.

„Das ist für mich persönlich natürlich nicht ein Spiel, wie jedes andere. Meine Sympathien sind noch immer bei der Borussia“, sagte Heynckes am Freitag vor dem Abschlusstraining des Rekordmeisters. Er sei ein „nüchterner Mensch und ich habe auch Emotionen“, meinte Heynckes, doch bei seiner Aufgabe, mit dem FC Bayern das Minimalziel Platz zwei und damit die direkte Qualifikation für die Champions League zu erreichen, könne er „keine Rücksicht“ auf seinen Heimatverein nehmen.

Vor seinem ersten Spiel als Bayern-Trainer nach über 18 Jahren sprach der weitgereiste Heynckes („Ich habe im Fußball schon so vieles mitgemacht“) von einem „kleinen Höhepunkt“ in seiner langen und erfolgreichen Karriere. „Das war weiß Gott nicht geplant. Da kann man mal sehen, wie das Leben so spielt, das ist unberechenbar.“ Dennoch sei er „ganz ruhig“ und freue sich auf sein Comeback an der Seitenlinie.

Mit viel „Spaß und Freude am Fußballspielen“ will der 63 Jahre alte Trainer die Spieler des Rekordmeisters wieder in die Erfolgsspur zurückführen. „Es ist nicht so einfach, den Hebel umzulegen. Aber nach meinen Eindrücken in dieser Woche muss ich sagen, dass uns das gelingen wird“, so Heynckes, der die Mannschaft nach vier Trainingseinheiten lobte: „Wir haben vom ersten Tag an sehr konzentriert gearbeitet. Ich denke, dass die Mannschaft riesiges Potenzial hat, das wieder abgerufen werden muss.“

Wacher als vorher

„Er weiß, wie man mit den Spielern umgehen muss, vor allem in dieser schwierigen Situation“, urteilte Philipp Lahm über die bisherige Arbeit mit Heynckes, der den Spielern „wieder die Sicherheit zurückgeben“ will. „Es hat sich etwas geändert und schon ist jeder Einzelne wacher als vorher“, sagte Lahm und berichtete von einer „angespannten, aber guten Stimmung. Jeder will in die Champions League, jetzt ist jeder einzelne Spieler gefragt.“

Mit hoher Disziplin, Konzentration und Intensität hat Heynckes seine Spieler auf die Partie gegen die „Fohlen“ eingestimmt. „Wie man sich bettet, so schläft man. Übersetzt bedeutet das, wie man trainiert, so spielt man am Samstag“, hofft der Fußalllehrer, dass die Spieler die Trainingsarbeit auch im Wettkampf umsetzen können. „Entscheidend ist, was am Samstag passiert und in den nächsten Spielen.“

Heynckes setzt auf Podolski

Doch ausgerechnet bei seinem Comeback muss Heynckes auf wichtige Spieler verzichten. Neben dem rekonvaleszenten Miroslav Klose (eigener Bericht) fehlen auch die gesperrten Tim Borowski und Franck Ribéry. „Aus meiner Sicht ist es sehr schade, dass er nicht dabei ist. Er ist ein Spieler, der in der Endphase entscheidend sein kann“, so Heynckes.

Umso mehr setzt der Champions-League-Gewinner von 1998 gegen die Borussia auf Lukas Podolski, der an der Seite von Luca Toni im Angriff spielen wird. „Er bringt alles mit, um uns in den letzten Wochen entscheidend zu helfen“, lobte Heynckes den ehemaligen und künftigen Kölner. „Ich bin überzeugt, dass die Mannschaft den Drive und Elan hat, etwas zu erreichen. Das merke ich.“

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