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Vierkampf geht weiter

In Hoffenheim zählen nur drei Punkte

Die Fans werden immer ein Ohr am Radio haben, sie werden den Videotext einschalten oder Liveticker im Internet anklicken - wenn der FC Bayern am Samstag bei der TSG 1899 Hoffenheim antritt (am Samstag ab 15.15 Uhr im FCB-Liveticker und im FCB.tv-Webradio) steht nicht nur dieses Spiel im Fokus der Aufmerksamkeit. Mit Spannung wird auch beobachtet werden, was zeitgleich Wolfsburg, Berlin und Stuttgart machen.

An der Trainerbank des FC Bayern werden die brandheißen Informationen vom Vierkampf an der Tabellenspitze hingegen vorbeifließen. Er lege „nicht so großen Wert darauf“, über die Zwischenstände aus den anderen Stadien informiert zu werden, sagte Jupp Heynckes. „Man sollte sich auf das Spielfeld konzentrieren und nicht lauschen, wie es auf anderen Plätzen steht.“ Denn in Hoffenheim zählt für den Rekordmeister erst einmal nur eines: „Wir müssen unser Spiel gewinnen. Dann sehen wir weiter.“

Nur zwei Tore trennen den FC Bayern zwei Spieltage vor dem Saisonende von Tabellenführer VfL Wolfsburg. Was sie am Samstag in Hoffenheim für ihre Tordifferenz tun können, spielt für die Bayern aber eine untergeordnete Rolle. „Unser primäres Ziel sind drei Punkte“, betonte Bastian Schweinsteiger. Denn der Blick des FCB richtet sich nicht nur nach oben, sondern auch nach unten.

Hertha BSC Berlin hat nur einen Punkt, der VfB Stuttgart nur zwei Punkte weniger auf dem Konto als der Rekordmeister. Im schlimmsten Fall droht dem FCB also am Ende Platz vier und damit der UEFA-Cup. „Wir müssen darauf schauen, dass wir auf jeden Fall in die Champions League kommen, über Platz drei, zwei oder eins“, verdeutlichte Uli Hoeneß, „gegen Hoffenheim geht es darum, irgendwie zu gewinnen.“

An Leverkusen anknüpfen

Und das wird schwer genug. „Das ist eine Aufgabe, die wieder einen höheren Schwierigkeitsgrad hat als die letzten Spiele“, meinte Heynckes, der von seiner Mannschaft forderte, „da weiterzumachen, wo wir gegen Leverkusen aufgehört haben. Die zweite Halbzeit gegen Leverkusen sollte unser Gradmesser sein.“

Ganz genau hat der FCB-Chefcoach die letzten Partien der Hoffenheimer analysiert. „Es hat mir imponiert, wie die Mannschaft gespielt hat“, meinte er zu den letzten beiden 2:0-Siegen der Rangnick-Elf gegen Köln und Bielefeld. „Hoffenheim ist im Aufwind“, sagte Heynckes und warnte vor der Offensivstärke der Kraichgauer. „Wir müssen unser Defensivverhalten noch weiter steigern.“ Wichtig sei, „erst einmal zu null zu spielen.“

Lucio wieder hinten rechts

Dabei muss der Bayern-Trainer in der Abwehr erneut improvisieren. Christian Lell, Hamit Altintop und Breno fallen aus, deswegen werde die gleiche Viererkette wie gegen Leverkusen auflaufen, kündigte Heynckes an. Lucio agiert also erneut als Rechtsverteidiger, Daniel van Buyten spielt dafür in der Innenverteidigung. Hoffenheim verfüge über viele großgewachsene Angreifer. „Da braucht man so einen kopfballstarken Spieler wie Daniel“, meinte der Trainer.

„Wir wollen uns mit einem richtig guten Spiel von unseren Fans verabschieden und einen harten Fight liefern“, kündigte Hoffenheims Coach Ralf Rangnick an. Mit 30.150 Zuschauern wird die Rhein-Neckar-Arena ausverkauft sein, 70.000 Karten hätte der Tabellensiebte für den ersten Auftritt des FC Bayern in Hoffenheim verkaufen können. Auch weil aus dem Hinspiel „noch eine Rechnung offen“ ist, wie Mittelfeldspieler Tobias Weis sagte.

'Für Hoffenheim das Spiel des Jahres'

2:1 gewannen die Münchner im Dezember in München dank eines Treffers von Luca Toni in der Nachspielzeit und zogen damit nach Punkten mit dem späteren Herbstmeister gleich. „Morgen werden viele Emotionen im Spiel sein“, meinte Heynckes, „davon dürfen wir uns nicht beeindrucken lassen.“ Auch von der schlechten Rückrunde Hoffenheims - inzwischen liegen zwölf Punkte zwischen dem FCB und der TSG - dürfe man sich nicht täuschen lassen, warnte Schweinsteiger: „Für Hoffenheim wird es das Spiel des Jahres: zum ersten Mal zu Hause gegen den großen FC Bayern. Die werden alles daran setzen, uns zu schlagen.“

Nach zuletzt drei Siegen in Folge sind die Münchner aber überzeugt davon, auch im Rückspiel gegen Hoffenheim bestehen zu können. „Die Mannschaft ist wieder enger zusammengerückt, der FC Bayern ist wieder eine Einheit“, sagte Heynckes, „ich bin zuversichtlich, in Hoffenheim zu gewinnen.“

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