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Pause für Lell

Klose hat endlich 'wieder Spaß'

Kurzpassspiel, Pressing, Verschieben, Rausrücken, Spiel ohne Ball - das waren die Schwerpunkte des Bayern-Trainings am Dienstagvormittag. Mit deutlichen Worten erklärte Jupp Heynckes seiner Mannschaft immer wieder, worauf es ihm bei den einzelnen Übungen ankommt. Aufmerksam hörten die FCB-Profis zu, darunter auch Miroslav Klose, der sieben Wochen nach seiner Sprunggelenksoperation erstmals wieder mit der Mannschaft trainierte.

Sagen wolle er zu seinem Trainingscomeback nichts, bat er fcbayern.de um Verständnis, dass er sich jetzt voll auf seine Arbeit konzentrieren möchte. Aber die ersten Trainingseindrücke sprachen Bände. „Miro hat sofort das Tor gemacht. Es macht ihm wieder Spaß“, bemerkte Heynckes, „ich weiß ja, wie das ist, wenn ein Fußballer endlich wieder mit dem Ball trainieren kann. Das ist eine Erleichterung.“

Die Freude war aber auch beim FCB-Chefcoach groß, dass ihm mit Klose schon bald ein dritter Stürmer neben Luca Toni und Lukas Podolski zur Verfügung steht. „Ich hoffe, dass er keinen Rückschlag hinnehmen muss“, sagte Heynckes, der davon ausgeht, Klose in der nächsten Woche zumindest „mit auf die Bank nehmen zu können“.

Das Auswärtsspiel in Cottbus am kommenden Samstag kommt für den 30-Jährigen hingegen noch zu früh. „Das wäre unvernünftig“, sagte Heynckes, „man muss auch den Spieler schützen. Denn wenn er nach einer Verletzung noch nicht fit ist, besteht die große Gefahr der Wiederverletzung.“

Körperlich wieder fit zu werden, ist der eine Punkt, an dem Klose in den kommenden Trainingseinheiten arbeiten wird. Darüber hinaus gehe es aber auch darum, dass er wieder „Sicherheit mit dem Ball und in den Zweikämpfen“ bekommt, erklärte der Trainer. „Man muss sehen, dass er sich wohlfühlt.“

So gut die Nachrichten bei Klose sind, so schlecht sind sie im Fall von Christian Lell. Der Rechtsverteidiger fällt wegen einer Sprunggelenksverletzung bis auf weiteres aus. Es handle sich um eine alte Verletzung, mit der sich Lell seit Wochen herumschlage, erklärte Heynckes. „Gegen Schalke hat er in der Halbzeitpause signalisiert, dass er nicht weiterspielen kann“, berichtete der Trainer, der Lell daraufhin auswechselte. Jetzt wurde der betroffene Fuß mit einem Gips ruhig gestellt.

Auf Ruhe und Pflege beschränkt sich im Moment auch das Betätigungsfeld von Zé Roberto. Der Brasilianer laboriert an einem Kapseleinriss im Sprunggelenk und droht für das Cottbus-Spiel auszufallen. Heynckes hofft aber, dass Zé Ende der Woche ins Training zurückkehrt. Weiterhin Beschwerden hat auch Michael Rensing (Fingerverletzung), „wenn er richtig intensiv Torwarttraining macht“, sagte Heynckes. Es gelte, wie bei Zé Roberto, abzuwarten.

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