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Nach Meniskus-OP

Schweinsteiger hofft auf zentrale Rolle

Dr. Ulrich Boenisch muss noch ein bisschen warten. Wenn die deutsche Nationalmannschaft am Dienstagabend zur Länderspielreise nach Asien aufbricht, wird auch Bastian Schweinsteiger mit an Bord sein. 65 Mal spielte der Bayern-Profi bisher im DFB-Trikot und ist in dieser Hinsicht der „erfahrenste“ Akteur im 17-köpfigen Aufgebot. Gegen China am Freitag in Shanghai und vier Tage später in Dubai gegen die Vereinigten Arabischen Emirate sollen Einsatz 66 und 67 dazukommen.

Erst danach wird sich der 24-Jährige einem kleinen medizinischen Eingriff unterziehen, bei dem eine Schleimhautfalte im linken Knie entfernt wird. „Keine große Geschichte“, wie „Schweini“ in der „Bild“ berichtete. Unmittelbar nach der Rückkehr des DFB-Teams wird er sich nach Augsburg in die Hessingpark-Klinik begeben und vom Spezialisten Dr. Boenisch operieren lassen.

Löw lobt Schweinsteiger

„Bastian wollte unbedingt bei dieser Reise dabei sein. Es besteht kein Risiko“, sagte Bundestrainer Joachim Löw am Montag. „Das ist ein deutliches Signal dafür, wie wichtig den berufenen Spielern die beiden letzten Länderspiele der Saison sind." Gut möglich, dass Schweinsteiger die DFB-Elf aufgrund der vielen Absagen sogar als Kapitän in den beiden Partien anführen wird.

Beim FC Bayern ist er von dieser Ehre wahrscheinlich noch etwas entfernt. Trotzdem hat sich das Münchner Eigengewächs in der letzten Spielzeit zu einer verlässlichen Stammkraft entwickelt. Fünf Treffer in der Bundesliga bedeuten einen neuen persönlichen Rekord für ihn, mit 12 Torvorlagen - ebenfalls eine neue Bestmarke - liegt er mannschaftsintern gemeinsam mit Franck Ribéry auf Platz eins.

'Eine ordentliche Saison'

„Ich finde, ich habe eine ordentliche Saison gespielt“, sagte Schweinsteiger auf Anfrage von fcbayern.de. Besonders in den letzten Spielen, als er vermehrt im zentralen Mittelfeld zum Einsatz gekommen war und die Mannschaft „gute Ergebnisse einfuhr, hat es mir sehr viel Spaß gemacht. Das ist eine Position, auf der ich mich am wohlsten fühle“, betonte „Schweini“. Daher falle sein Fazit „der letzten Zeit sehr, sehr gut aus.“

In der Jugend war Schweinsteiger meist auf einer zentralen Position zum Einsatz gekommen. Im Kader der Profis etablierte er sich als Mittelfeldspieler auf der Außenbahn, sowohl links auch als rechts. Doch für die Zukunft zieht es Schweinsteiger, der Ende des letzten Jahres seinen Vertrag bis 2012 verlängert hat, wieder mehr in die Mitte. „Ich hoffe, dass ich im nächsten Jahr auch da spielen darf.“ Das hat dann allerdings der neue Trainer Louis van Gaal zu entscheiden. Schweinsteiger sagte: „Wir alle sind sehr gespannt auf ihn.“

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