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Scholl hat Spaß

Vier Tore und ein Sieg zum Heimdebüt

Die Zeit des Hakenschlagens ist vorbei. Der Mann, der früher auf dem Platz den Gegner reihenweise seine Hacken zeigte, saß bei seinem ersten Heimspiel als Interimstrainer des FC Bayern II meistens ganz ruhig neben Gerd Müller auf der Trainerbank. Manchmal stand er auch in der Coaching Zone, die Arme verschränkt. Aber nur zwei, drei Mal in 90 Minuten durchzuckte es den Trainer Mehmet Scholl. Dann spannte sich sein Körper an der Außenlinie, weit beugte er sich ins Spielfeld hinein, gestikulierte, gab Anweisungen. Als er zur Trainerbank zurückging, feierten ihn die Fans. Scholl winkte kurz und setzte sich wieder auf seinen Platz.

Auch in der Halbzeit war der 38-Jährige die Ruhe selbst. 1:0 führte seine Mannschaft gegen Kickers Emden, hätte aber schon zwei, drei Tore mehr auf dem Konto haben müssen. „Er hat uns sehr ruhig gesagt, was wir falsch gemacht haben und was wir besser machen können“, berichtete Stürmer Daniel Sikorski. Scholls Pausenworte blieben nicht wirkungslos. Nach Wiederanpfiff bauten die Bayern die Führung innerhalb von neun Minuten auf 3:0 aus, am Ende gewannen sie 4:0.

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