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Die Konkurrenz im Blick

Was ist los in Wolfsburg, Berlin, Stuttgart?

Es ist das spannendste Ligafinale aller Zeiten. Zwei Spieltage vor Saisonende trennen die vier Klubs an der Tabellenspitze nur zwei Punkte. Das gab es noch nie in 45 Jahren Bundesliga. Der FC Bayern ist punktgleich mit Spitzenreiter VfL Wolfsburg, dahinter lauern Hertha BSC Berlin und der VfB Stuttgart. Am Samstag tritt der FCB in Hoffenheim an, zeitgleich spielen auch die drei Rivalen. fcbayern.de berichtet, was vor dem vorletzten Spieltag bei der Konkurrenz los ist.

Was ist los in…

…Wolfsburg (63 Punkte)?
Felix Magath verordnete seiner Mannschaft Ruhe vor dem Titelsturm. Zwei Tage vor dem Derby in Hannover verabschiedeten sich die „Wölfe“ am Donnerstagabend in ein Kurztrainingslager nach Barsinghausen. „Noch zwei Siege, dann ist der Drops gelutscht“, sagte der Wolfsburger Trainer, der auch ohne seinen gelb-gesperrten Kapitän Josue zuversichtlich nach Hannover fährt. „Wenn wir an die Leistung aus dem Dortmund-Spiel herankommen, bin ich mir sicher, dass wir den Platz in Hannover als Sieger verlassen werden“, meinte Magath, der aber mit harter Gegenwehr der Gastgeber rechnet: „Das ist ein Derby und deshalb wird Hannover alles versuchen, um uns zu schlagen. Das wird ein heißes Ding.“ Die Statistik spricht klar für den VfL: Wolfsburg kommt mit dem besten Angriff der Liga (70 Tore) nach Hannover, während die Hausherren die schlechteste Abwehr der Liga (62 Gegentore) stellen. Allein das VfL-Sturmduo Dzeko und Grafite hat zusammen nur ein Tor weniger (46) erzielt als die komplette Mannschaft der 96er (47). Aber: Dzeko und Grafite gehen mit je vier gelben Karten vorbelastet in die Partie und wären bei einer weiteren Verwarnung im letzten Saisonspiel gesperrt.

…Berlin (62 Punkte)?
Der Traum von der ersten Meisterschaft seit 78 Jahren elektrisiert die Hauptstadt. „Das Hertha-Fieber grassiert“, stellte Manager Dieter Hoeneß fest. Mehr als 150.000 Tickets hätten die seit fünf Spielen unbesiegten Berliner für das Heimspiel gegen Schalke am Samstag verkaufen können. „Wenn man einen Punkt Rückstand hat, will man das ganz Große erreichen. Wir wollen Meister werden“, sagte Kapitän Arne Friedrich, der nach seiner Knie-Operation erstmals wieder in der Startelf stehen dürfte. Gewinnt die Hertha gegen die nach drei Niederlagen in Folge angeschlagenen Schalker werde Hoeneß mit Friedrich Anfang kommender Woche Meisterschafts- und Champions-League-Prämien aushandeln, berichten Berliner Medien übereinstimmend. Zwei Leistungsträger stehen allerdings unter „gelber“ Gefahr: Torhüter Jaroslav Drobny und Innenverteidiger Josip Simunic droht bei einer gelben Karte gegen Schalke eine Sperre zum Saisonfinale in Karlsruhe.

…Stuttgart (61 Punkte)?
In Schwaben blickt man gespannt auf Mario Gomez, den Adduktorenprobleme plagen. Wird der Torjäger rechtzeitig fit für das Spiel gegen Cottbus? „Mario ist noch leicht angeschlagen, aber ich bin guten Mutes, dass unsere physiotherapeutische Abteilung das hinbekommt“, sagte VfB-Teamchef Markus Babbel am Freitag. Verzichten müssen die Stuttgarter am Samstag auf jeden Fall auf Sami Khedira (Gelb-Sperre). Gomez, Jens Lehmann, Martin Lanig, Timo Gebhart und Ciprian Marica befinden sich zudem in „gelber“ Gefahr und drohen für das Saisonfinale kommende Woche beim FC Bayern auszufallen. Das Wort „Meisterschaft“ hörte man vom VfB nicht. „Die Spieler dürfen träumen, solange sie nicht vergessen, dass morgen eine schwere Aufgabe vor uns liegt“, sagte Babbel, der befürchtet, dass die Partie gegen die abstiegsbedrohten Cottbuser nicht ernst genug genommen wird. „Viele reden schon vom Endspiel in München, aber dazwischen ist noch dieses schwierige Spiel gegen Cottbus.“

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