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Gomez erleichtert

Ein Viererpack gegen den Torfluch

Na also, es geht doch – und wie! 829 Länderspiel-Minuten gelang nichts, dann traf „Super-Mario“ gleich im Viererpack. „Vier Tore heute, davor über ein Jahr keins - so ist der Fußball“, sagte Mario Gomez zur Torflut von Dubai und atmete erleichtert durch: „Es ist gut, dass die Fluch endlich vorbei ist!“

Nach der erlösenden Tor-Explosion in seinem letzten Länderspiel als Profi des VfB Stuttgart konnte der künftige Münchner über die „schwierige Zeit“ der Erfolglosigkeit sogar scherzen. „Ich bin noch mehr erleichtert, dass es in der 92. Minute noch mal geklappt hat, sonst wären es schon wieder 45 Minuten ohne Tor gewesen“, meinte der 23-Jährige.

Ersters Tor seit 26.03. 2008

Das Zählen der torlosen Minuten in der deutschen Fußball- Nationalmannschaft hatte ihn belastet, entsprechend groß war die Befreiung nach dem 7:2 gegen die Vereinigten Arabischen Emirate. „Natürlich ist mir ein Stein vom Herzen gefallen“, sagte Gomez, der sich beim ganzen Team und dem Bundestrainer für das Vertrauen bedankte: „Das ist nicht selbstverständlich.“

Am 26. März 2008 hatte er beim 4:0 in der Schweiz zuletzt getroffen, danach war es wie verhext, sobald er vom VfB-Trikot ins Deutschland-Dress schlüpfte. „Das Gute an meiner Situation war, dass es die Bundesliga gab“, sagte er. Da traf er weiter am Fließband. „Ich war nicht am Verzweifeln, aber am Grübeln.“

Poldi legt perfekt auf

Mit einem selbstlosen Pass holte Lukas Podolski seinen Angriffspartner und Konkurrenten zurück auf die Sonnenseite des Stürmer-Lebens. „Der stand besser, der Mario, und ich habe den Ball rübergespielt“, schilderte Podolski das 2:0 in der 35. Minute. „Das erste Tor hat die Bremse gelöst. Danach gehen wieder Bälle rein, die nicht reingehen müssen“, sagte Bundestrainer Joachim Löw. „Danach war es wie immer“, schilderte Gomez, der in seinem 25. Länderspiel prompt dreimal nachlegte (45.+2/47./90.+2).

Der letzte Viererpack im DFB-Team war Podolski im September 2006 beim 13:0-Sieg gegen Fußball-Zwerg San Marino gelungen. „Die Emirate waren sicherlich kein hochklassiger Gegner, aber das ist egal“, bemerkte Gomez zu seinem Torsegen. Auch Löw war erleichtert. „Für uns ist es eine gute Situation, dass die Minuten nicht mehr gezählt werden“, sagte der Bundestrainer: „Das ist beendet - und das ist ein guter Start für die kommende Saison.“

Relaxen in Spanien

Die startet für Gomez am 1. Juli mit dem Trainingsauftakt an der Säbener Straße. Bis dahin will er aber erst mal die Sommerpause genießen: „Es war eine wahnsinnig lange Saison. Jetzt freue mich auf den Urlaub.“ Am Donnerstag geht es mit Freundin Silvia nach Spanien. Ausspannen und total abschalten will er nach einer „kräftezehrenden Rückrunde“ und danach beim FC Bayern angreifen. Gomez sagte: „Ich habe Großes vor.“

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