präsentiert von
Menü
Confed Cup

Italien patzt, Brasilien glänzt

Der Weltmeister patzt, der Rekord-Champion brilliert: Auf höchst unterschiedliche Weise haben sich Italien und Brasilien auf ihr Gipfeltreffen beim Confederations Cup in Südafrika eingestimmt. Während die „Squadra Azzurra“ mit Luca Toni am Donnerstagabend beim 0:1 (0:1) gegen Afrika-Meister Ägypten in Johannesburg sensationell ihre erste Turnier-Niederlage kassierte, bezwangen die Brasilianer um Kapitän Lucio am Nachmittag in Pretoria das US-Team mit 3:0 (2:0).

Im ersten direkten Duell von zwei Top-Teams bei der WM-Generalprobe steht nun vor allem Italien unter Druck. Bei einem weiteren Punktverlust droht dem Team von Trainer Marcello Lippi sogar die vorzeitige Heimreise, denn auf Ägypten wartet im letzten Spiel der Gruppe B mit dem US-Team der vermeintlich leichtere Gegner.

Toni wieder nur eingewechselt

Wie schon beim 3:1 zum Auftakt gegen die USA begannen die Italiener ohne FCB-Torjäger Luca Toni und den nötigen Schwung. So hielten die respektlosen Ägypter die Partie lange Zeit offen und brachten die Abwehr um Routinier Fabio Cannavaro sogar wiederholt in Schwierigkeiten. Beinahe folgerichtig gerieten die „Azzurri“ auch in ihrem zweiten Turnierspiel in Rückstand. Im Anschluss an einen Eckball übersprang Mohammed Homos (40.) seinen Gegenspieler Daniele de Rossi und überwand Gianluigi Buffon per Kopf zum 1:0.

Anders als in der Partie gegen die Amerikaner gelang dem Weltmeister diesmal die Wende nicht mehr, obwohl sich Torchancen genug boten. Doch Vincenzo Iaquinta (54./70.) und Andrea Pirlo (74.) scheiterten am toll haltenden ägyptischen Torhüter Essam El Hadary. Auch der nach knapp einer Stunde eingewechselte Toni konnte das Blatt nicht mehr wenden.

Lucio ausgewechselt

Unmittelbar nach ihrem Pflichtsieg gegen die USA, den Felipe Melo (7.), Robinho (20.) und Maicon (62.) sicherstellten, dachten die Brasilianer bereits an den Sonntags-Hit gegen den amtierenden Weltmeister. „Wir werden gegen Italien alles geben. Das ist kein Freundschaftsspiel“, versprach Robinho, „wir haben eine starke Truppe, auch wenn wir mal ein paar Spieler austauschen.“

Nach dem mühsamen 4:3-Erfolg zum Auftakt gegen Ägypten hatte Trainer Carlos Dunga gegen die USA mit vier Änderungen auf die Defensivschwächen seines Teams reagiert. Bis auf Kapitän Lucio, der in der 70. Minute ausgewechselt wurde, stellte Dunga die Viererkette um - und diese Rotation machte sich bezahlt. Der neue Rechtsverteidiger Maicon, nach zweimonatiger Verletzungspause für Dani Alves in der Startelf, wurde zum Wegbereiter der Führung.

Harmlose US-Kicker

Selbst mit angezogener Handbremse ließ der Favorit die verwirrte US-Defensive teilweise schlecht aussehen. Die harmlosen US-Amerikaner um den Kurzzeit-Münchner Landon Donovan wurden erst nach der Pause etwas aktiver. Als allerdings Kljestan nach einer rüden Attacke an Ramires vom Platz flog, war es mit der Gegenwehr vorbei. Bei Lattentreffern der eingewechselten Benny Feilhaber (83.) und Conor Casey (88.) waren die Brasilianer mit ihren Gedanken wohl bereits in der Kabine.

Weitere Inhalte