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WM-Quali und Confed Cup

Lucios anstrengende Saison-Verlängerung

Uruguay, Brasilien, Südafrika - während der Großteil seiner Kollegen längst im Urlaub ist, geht es für Lucio noch einmal richtig los. Zwei Wochen nach dem letzten Spieltag in der Fußball-Bundesliga steht der Abwehrchef des FC Bayern vor einer anstrengenden Saison-Verlängerung: Zunächst bestreitet der Kapitän mit dem fünfmaligen Weltmeister Brasilien zwei Qualifikationsspiele zur Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika, anschließend geht es beim Confederations Cup (14. bis 28. Juni) zur WM-Generalprobe in die Kap-Republik.

„Ich denke, das Turnier kommt zu keinem günstigen Zeitpunkt: Am Ende einer langen Saison, vorher müssen wir noch zwei schwere WM- Qualifikationsspiele bestreiten. Deshalb glaube ich, dass der Ermüdungsfaktor sehr groß sein wird“, sagte der mit 44 Pflichtspielen in der abgelaufenen Saison am höchsten belastete Bayern-Profi.

Immer motiviert

„Es wäre sicher einfacher, wenn wir etwas mehr Pause hätten und uns etwas ausgeruhter vorbereiten könnten. Aber der Spielkalender ist nun mal so, das kann man nicht ändern“, meinte der Brasilianer im Vorfeld des Turniers in Südafrika, an dem neben Weltmeister Italien sowie dem Gastgeberland der nächsten WM auch die jeweiligen Kontinentalmeister teilnehmen.

Anders als viele andere Nationen - Deutschland schickte 1999 eine bessere B-Elf zum Turnier in Mexiko - empfindet Lucio die Generalprobe für die Endrunde 2010 aber nicht als lästige Pflicht. „Wir wissen, dass es etwas anstrengend wird, aber wenn wir unser Land repräsentieren, sind wir immer motiviert“, sagte der 31 Jahre alte Kapitän der „Selecao“ zum besonderen Stellenwert der Nationalmannschaft gerade für die Spieler aus Südamerika.

Brasilien will den Turniersieg

Aus diesem Grund betrachtet der Rekord-Weltmeister den Confed-Cup auch nicht als Spaßveranstaltung. Wie 2005, als sich die Brasilianer mit sehenswertem Fußball den Turniersieg in Deutschland sicherten, wollen sie auch in Südafrika ganz vorne landen.

„Wir haben großen Respekt vor Mannschaften wie Weltmeister Italien und Europameister Spanien - aber wenn Brasilien an einem Turnier teilnimmt, lautet das Ziel immer, dieses zu gewinnen“, sagte Lucio, „es ist sehr schön, wenn man dieses Turnier gewinnen kann“, bemerkte er.

Keine unliebsamen Überraschungen

In erster Linie gelte es in den zwei Wochen in Südafrika, sich auf die „Gegebenheiten vor Ort vorzubereiten“, betonte Lucio. „Man lernt etwas das Land kennen, das Klima, kann sich ein Bild von den Stadien machen. Das ist sicher hilfreich, um im kommenden Jahr beim WM-Turnier keine unliebsamen Überraschungen zu erleben.“

Auch sportlich will Brasilien, das in der Gruppe B mit Italien, den USA und Ägypten spielt, keine Überraschungen erleben. „Die Gruppe ist sicher nicht einfach“, sagte Lucio, der zwar Afrika-Meister Ägypten nicht kennt, die beiden anderen Gegner aber als „sehr stark“ einstuft.

Wiedersehen mit Luca Toni

Vorher muss Brasilien in der WM-Qualifikation seine Pflichtaufgaben erledigen. Nach dem historischen 4:0-Erfolg am Samstag in Montevideo gegen Uruguay soll am Mittwoch in Recife nun der punktgleiche Verfolger Paraguay dran glauben.

Am 11. Juni bricht das Team dann nach Südafrika auf, wo Lucio zehn Tage später auf seinen Münchner Teamkollegen Luca Toni treffen wird. „Wir haben hin und wieder schon darüber gesprochen, dass die anderen Bayern-Kollegen im Urlaub sind - und wir nicht“, berichtete Lucio.

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