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Oberschwaben-Pleite

FCB-Allstars in den Fußstapfen der Profis

Paul Breitner hat schon in den 70er/80er Jahren gemerkt: In gewissen Zeiten sind bestimmte Orte für den FC Bayern keine Reise wert. „Wir brauchen nicht mehr nach Kaiserslautern fahren. Die Punkte können wir gleich mit der Post hinschicken“, ärgerte er sich damals über eine Niederlagen-Serie auf dem Betzenberg. Breitner kennt sich also aus. Und vielleicht war er deswegen am vergangenen Freitag nicht mit den FCB-Allstars unterwegs nach Oberschwaben. Denn dort, im Landkreis Biberach, liegt das neue Kaiserslautern des Rekordmeisters.

Beim 2:3 (0:2) gegen eine Ü35-Bezirksauswahl in Bronnen kassierte die Bayern-Truppe um die Weltmeister Klaus Augenthaler, Hans Pflügler und Raimond Aumann eine ihrer seltenen Niederlagen. Zum Trost für die Münchner sei gesagt: Nur acht Kilometer entfernt, in Laupheim, hatten fünf Jahre zuvor auch die FCB-Profis unter ihrem damaligen Trainer Felix Magath eine peinliche Schlappe eingesteckt (0:2 beim Verbandsligisten FV Olympia Laupheim). Die Reise nach Oberschwaben kann sich der FC Bayern also in Zukunft sparen.

Gerd Müller im Mittelpunkt

Diese Erkenntnis kommt freilich zu spät. Günter Riedmüller (2) und Karl Braig sorgten am Freitag vor knapp 2.000 Zuschauern für die Pleite der FCB-Allstars, bei denen Michael Tarnat und Uwe Gospodarek ihren Einstand gaben (im Bild: Norbert Nachtweih). Zwischenzeitlich gelang Marcel Witeczek und Wolfgang Grobe nur der 2:2-Ausgleich.

„Die waren zwar einige Jahre jünger und deshalb auch läuferisch stärker, aber auch unheimlich diszipliniert in der Defensive und bei ihren Chancen eiskalt“, machte Allstars-Coach Wolfgang Dremmler dem Gegner nach dem Schlusspfiff ein Kompliment. Augenthaler meinte: „Keiner von uns verliert gerne, das ärgert uns schon. Aber der Gegner war heute zu stark, vor allem körperlich.“

Gemütlich verfolgte Gerd Müller die Partie. Der „Bomber der Nation“ hatte die FCB-Allstars nach Bronnen begleitet und stand einmal mehr im Mittelpunkt des Interesses. Geduldig erfüllte er unzählige Autogramm- und Fotowünsche. Gespielt hat Müller aber nicht. Auch er war damals in Kaiserslautern dabei gewesen.

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