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Zweiter Anlauf

Görlitz setzt auf Außenseiterchance

Während sich die Neuzugänge des FC Bayern wie Mario Gomez, Anatoliy Timoshchuk oder Danijel Pranjic in ihren ersten Tagen an der Säbener Straße noch zurechtfinden müssen, ist die Situation für Andreas Görlitz eine ganz andere. Der 27 Jahre alte Abwehrspieler ist nach zweijährigem Gastspiel beim Karlsruher SC nach München zurückgekehrt, wo er einen neuen Anlauf zum Stammspieler beim deutschen Rekordmeister machen will.

„Es ist schön, so viele Leute wiederzutreffen“, beschrieb Görlitz am Freitag nach dem Training seine ersten Eindrücke nach dem Trainingsauftakt am vergangenen Mittwoch. Alles andere als fremd fühlt sich Görlitz, der bereits von 2004 bis 2007 beim FCB spielte, aber aufgrund zahlreicher Verletzungen nur auf 18 Bundesliga-Einsätze kam. „In der Mannschaft, im Umfeld, auf der Geschäftsstelle sind noch viele Leute da, da fühlt man sich gleich wieder heimisch.“

Im Kampf um einen Stammplatz sicher ein kleiner Vorteil für den gebürtigen Weilheimer, der keine allzu großen Eingewöhnungsprobleme haben sollte. Einen weiteren Vorteil sieht Görlitz in der Außenseiterrolle. „Für mich ist es eine ganz angenehme Position, weil viele Leute nicht mit mir rechnen.“ Bis zum Saisonstart Anfang August habe er vier Wochen Zeit, um sich in der Vorbereitung „zu präsentieren und zu zeigen was man kann. Ich hoffe mal, dass es gut läuft.“

Den Konkurrenzkampf im dicht besetzten Bayern-Kader fürchtet er nicht, im Gegenteil: „Rivalität gibt es in jeder Mannschaft. Konkurrenz ist auf jeder Position da, es wird für jeden Spieler schwer.“ Vielmehr sieht sich Görlitz durch seine Zeit beim KSC, wo er in den vergangenen beiden Spielzeiten 49 Bundesligapartien bestritt, gereift. „Klar war Karlsruhe wichtig, nicht nur wegen der Spielpraxis“, so Görlitz.

Noch auf Wohnungssuche

Von Beginn an sei er bei den Badenern als Führungsspieler gefragt und gefordert gewesen. „Es war für mich wichtig, in einer Mannschaft zu spielen, in der man nicht nur mitläuft, sondern auch erwartet wird, dass man Verantwortung übernimmt. Für mich war das eine gute Chance, mich weiterzuentwickeln und ein Spieler zu sein, an dem sich andere orientieren“, meinte Görlitz.

Nun ist er bereit für einen neuen Anlauf beim FC Bayern, wo die Ziele für einen „Neuen“ die gleichen wie für einen Rückkehrer sind: „Man will so viele Spiele machen wie es geht und sich auf alle Fälle durchsetzen.“ Eines hat Görlitz mit den anderen Neuzugängen wie Gomez, Timoshchuk oder Pranjic dann aber doch gemeinsam: Die noch währende Suche nach einem neuen Domizil. „Ich war ja zwei Jahre weg“, sagte er und begab sich am trainingsfreien Nachmittag auf Wohnungssuche.

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