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Causa Ribéry

Hoeneß beendet Wechselspekulationen

Ohne Lucio, aber mit Luca Toni ist der FC Bayern am Donnerstagnachmittag ins Trainingslager nach Donaueschingen aufgebrochen. Nach dem Blitztransfer des 31 Jahre alten Abwehrspielers zum italienischen Meister Inter Mailand traten 27 Spieler die Reise in den Schwarzwald an. Darunter auch Toni, der nach seinem verlängerten Urlaub als letzter Spieler am Donnerstag die Saisonvorbereitung aufnahm, Nachwuchstalent Diego Contento sowie die verletzten Bastian Schweinsteiger und Franck Ribéry.

Um Letzteren hatte es in den vergangenen Wochen zahlreiche Spekulationen über einen möglichen Wechsel zu einem ausländischen Spitzenklub gegeben. Kurz vor der Abreise ins Trainingslager sprach Bayern-Manager Uli Hoeneß ein Machtwort und erteilte allen Spekulationen um einen vorzeitigen Abschied aus München eine erneute, definitive Absage.

„Wir haben klar festgelegt, dass Franck bei uns bleibt“, berichtete Hoeneß über ein Gespräch mit Trainer Louis van Gaal, in dem neben diversen anderen Themen auch die „Causa Ribéry“ eine Rolle spielte. Auch mit dem Spieler selbst hätten in den vergangenen zwei Wochen zwei Gespräche stattgefunden, „bei beiden ist ihm der Standpunkt des FC Bayern ganz klar gemacht worden.“

Beim Trainingsauftakt am 1. Juli habe man Ribéry intern „eine Frist von 14 Tagen“ gesetzt, um konkrete Angebote potenzieller Interessenten zu präsentieren, „alle beteiligten Vereine wussten das“, betonte Hoeneß. Diese Frist sei nun am Mittwoch verstrichen, „deshalb ist für uns klar ein Schlussstrich gezogen worden. Wir gehen mit der klaren Absicht ins Trainingslager, dass wir im August mit Franck in die Saison starten.“

Drama um Ribéry

Auch Van Gaal plant fest mit dem französischen Nationalspieler, den er im 4-4-2-System mit Raute als zentralen Spielmacher hinter den Spitzen eingeplant hat. „Ich habe auch für ihn und um ihn dieses System gebildet“, erklärte Van Gaal, der mit Nachdruck auf Klarheit gedrängt hatte. „Wenn er geht, muss ich einen anderen Spieler einbauen, und das ist sehr schwierig“, bemerkte der Niederländer, dass es in der ohnehin knapp bemessenen Vorbereitungszeit schwierig genug sei, die Mannschaft an seine Spielphilosophie zu gewöhnen.

Sechs Wochen vor Ende der Transferperiode am 31. August hat der FC Bayern im „Drama um Ribéry“ (Hoeneß) damit klar Stellung bezogen. „Wir wollten das Thema verkürzen, deswegen haben wir heute klare Meinung geäußert.“ Nun hofft Hoeneß, dass bald wieder Ruhe einkehrt und sich die Mannschaft in den kommenden Wochen konzentriert auf den Saisonauftakt Anfang August vorbereiten kann.

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