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Antriebs-Feder Fans

Nur Wohnungssuche nervt Tymoshchuk

Der trainingsfreie Mittwoch kommt Anatoliy Tymoshchuk wie gerufen. Bevor er sich mit seinen Mannschaftskollegen vom FC Bayern für über eine Woche ins Trainingslager nach Donaueschingen begibt, wird der ukrainische Neuzugang des Rekordmeisters noch mal intensiv auf Wohnungssuche gehen. „Ich werde morgen wieder viel rumfahren“, berichtete der 30-Jährige am Dienstag nach dem Training.

Seit knapp zwei Wochen trainiert Tymoshchuk jetzt beim FC Bayern, schon einige Tage vor dem offiziellen Trainingsauftakt am 1. Juli traf der Mittelfeldspieler in der bayrischen Landeshauptstadt ein und bezog Quartier in einem Hotel in der Innenstadt. Die passenden eigenen vier Wände für sich und seine Frau Nadejda hat er bisher aber noch nicht gefunden. „Deswegen bin ich auch ein bisschen unglücklich“, sagte „Timo“ und betonte: „Damit ich mich voll einhängen kann, fehlt mir nur noch eine eigene Wohnung.“

Ansonsten fühlt sich der Kapitän der ukrainischen Nationalmannschaft aber schon pudelwohl bei seinem neuen Klub. Sprachliche Probleme auf dem Trainingsplatz habe er nicht, versicherte Tymoshchuk, der vor 15 Jahren in der Schule Deutsch gelernt hat. „Ich verstehe die Anweisungen der Trainer und lerne täglich im Training dazu.“ Für Gespräche mit den Journalisten vertraut er derzeit noch auf die Hilfe eines Dolmetschers, den er bereits seit zehn Jahren kennt. Viele Fragen versteht er aber auch schon ohne Übersetzung.

Tymoshchuk möchte wie bei seinem vorherigen Klub Zenit St. Petersburg auch beim FC Bayern eine Führungsrolle einnehmen. „Ich bin ein Leader.“ Am liebsten würde er das von der „Sechser“-Position aus verrichten, „aber wenn es sein muss, spiele ich auch im Sturm.“ Beim ersten Testspiel in Salzburg teilte er sich mit Mark van Bommel das zentrale defensive Mittelfeld, spielte aber mehr rechts als der Niederländer.

„Ich mache alles für meine Mannschaft, im Training, im Spiel“, bekräftigte Tymoshchuk, der seine Stärken im kämpferischen Bereich sieht, „in den Duellen, da bin ich in meinem Element.“ Beflügelnde Wirkung haben für ihn die vielen Fans, die täglich den Trainingsplatz an die Säbener Straße zäumen. Tymoshchuk sagte: „Das ist die erfreulichste Veränderung gegenüber meinen vorherigen Vereinen. Die Fans geben mir noch mehr Antrieb, alles zu geben.“

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