präsentiert von
Menü
Ribéry im Aufbautraining

Van Gaals Suche nach der Ersatz-Zehn

Auf sein liebstes Spielgerät muss er immer noch verzichten. Auch am Montag absolvierte Franck Ribéry eine verschärfte Konditionseinheit. Gemeinsam mit Luca Toni sprintete er abseits der Mannschaft Bahn auf Bahn, drehte Runde um Runde - alles ohne Ball.

Zusammen mit seinem italienischen Trainingspartner muss der Franzose voraussichtlich noch bis zum Ende dieser Woche ein Aufprogramm betreiben. Erst dann sollen beide péu a péu wieder ans Teamprogramm herangeführt werden. Den Pflichtspielauftakt im Pokal gegen die SpVgg Neckarelz werden Ribéry und Toni lediglich als Zuschauer am Fernseher verfolgen.

Tonis Ausfall - den Weltmeister von 2006 zwickts seit seinem Einstieg in die Saisonvorbereitung an der Achillessehne - ist für Trainer Louis van Gaal derzeit zu kompensieren. Mit Miroslav Klose und Mario Gomez stehen zwei erstklassige Stürmer zur Verfügung. Ribérys Fehlen hingegen bedeutet für den 57-jährigen Fußballlehrer schon ein schwerwiegenderes Problem.

Van Gaal hat für 26-Jährigen in seiner Mannschaft die zentrale Position des Spielmachers vorgesehen. „Ribéry ist meine Wunschzehn.“ Bislang konnte er ihn allerdings noch nicht ein einziges Mal bei einem Testspiel einsetzen. „Franck ist schon viel weiter als letzte Woche, aber er ist noch nicht weit“, sagte Van Gaal am Montag im Pressetalk.

Drei Kandidaten als Ribéry-Ersatz

Weder Ribéry noch Toni sind für den Bayern-Coach ein Thema für die Startelf beim Bundesligaauftakt am 8. August gegen Hoffenheim. Allenfalls „20 Minuten“, so wie bei Bastian Schweinsteiger bei seinem Comeback am vergangenen Freitag in Köln, seien vielleicht möglich, so der Niederländer.

„Franck ist verletzt. Also muss ich einen anderen Spieler dafür wählen“, erklärte Van Gaal. In den bisherigen acht Testspielen durchliefen José Sosa, Alexander Baumjohann und zuletzt in Köln Thomas Müller das Van-Gaal-Casting für den Ersatz-Spielmacher. „Jetzt muss ich entscheiden, wer von ihnen Ribéry zum Saisonstart ersetzen kann.“

Schweinsteiger kein 'Zehner'

Neue Erkenntniss für Van Gaal dürfte es am Mittwoch und am Donnerstag geben. Beim Audi Cup spielen die Bayern zunächst gegen den AC Milan, einen Tag darauf gegen Manchester United oder die Boca Juniors. „Ich wäre sehr froh, wenn wir immer so spielen würden wie in der ersten Halbzeit in Köln", so der Cheftrainer. Da hatte Van Gaal den jungen Müller als Spielmacher aufgeboten.

Im Training am Montag durfte Baumjohann als „Zehner“ im A-Team ran. Müller hatte wegen leichten Achillessehnenprobleme pausieren müssen, soll aber Voraussichtlich schon am Dienstag wieder auf dem Platz stehen. Schweinsteiger ist für Van Gaal übrigens „kein Kandidat“ auf der Spielmacherposition: „Er ist ein Mittelfeldspieler, aber ich denke nicht auf der Zehn.“

Weitere Inhalte