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Bayerns Meister-Plan

Allianz Arena muss wieder Festung werden!

Heimspiele des FC Bayern glichen in der letzten Saison oft einer Wundertüte: Man konnte nie wissen, was dabei rauskam. Da gab es Spiele, in denen klare Rückstände noch aufgeholt wurden - wie beim 4:2-Erfolg nach 0:2 gegen den späteren Meister VfL Wolfsburg - oder klare Vorsprünge noch leichtfertig verspielt wurden - wie beim 3:3 gegen den VfL Bochum. Kurz vor Ende der Partie hatten die Bayern beim Stand von 3:1 schon wie der sichere Sieger ausgesehen.

Zwar fielen mit 68 Toren so viele wie in keinem anderen Bundesligastadion, mit der Verteilung dürften die meisten Zuschauer in der Allianz Areana aber nicht unbedingt zufrieden gewesen sein. 45 erzielten Treffern - nur Wolfsburg (51) traf zuhause öfters - stehen 23 Gegentore gegenüber. Diese Zahl wurde nur noch von sieben anderen Mannschaften übertroffen. Selbst der spätere Absteiger Karlsruher SC war zuhause weniger anfällig (22).

Dass die Bayern in der letzen Saison Wolfsburg die Meisterschale überlassen mussten, lag in erster Linie an der zu schwachen Heimbilanz. 12 Siege, 2 Remis und 3 Niederlagen bedeuteten lediglich Platz fünf in der Heimtabelle. Nur auswärts spielten die Bayern meisterlich und sammelten so viele Punkte wie kein anderes Team der Liga. Dabei ist der FCB historisch gesehen die heimstärkste Mannschaft der Bundesliga.

„Wir müssen in der Defensive besser stehen“, hat der neue Chefcoach Louis van Gaal erkannt, wo er bei seiner Mannschaft den Hebel ansetzen muss. Die ersten Spiele in der Allianz Arena unter dem 58-Jährigen sahen jedenfalls schon mal recht vielversprechend aus. Beim AUDI Cup gab es in den beiden Partien gegen den AC Milan (4:1) und Manchester United (7:6 i.E.) nur einen Gegentreffer, aber in beiden Spielen viele sehenswert herausgespielte Torchancen und auch Tore.

Dass sich viele gegnerische Mannschaften in der Allianz Arena mit Mann und Maus hinten reinstellen, ist Van Gaal bewusst. „Ob bei Barcelona, Ajax oder sogar Alkmaar - das Problem hatte ich mit allen Mannschaften. Darum müssen wir Vereinbarungen treffen, an die sich jeder hält“, forderte Van Gaal vor allem taktische Disziplin von den Seinen. Darüberhinaus „kommt die Kreativität. Ich will immer vier kreative Spieler auf dem Platz haben.“

Werder spielt gerne in Fröttmaning

Auf jeden Fall soll die Allianz Arena in der kommenden Saison wieder zur Bayern-Festung werden. „Wir müssen unbedingt gewinnen, weil wir von Anfang an oben mitspielen wollen. Dazu muss man die Heimspiele gewinnen“, forderte Manager Uli Hoeneß vor dem Saison-Heimpremiere am Samstag gegen Pokalsieger Werder Bremen: „Ich erwarte von unserer Mannschaft einen Sieg.“

Werder ist allerdings alles andere als ein Punktelieferant in der Allianz Arena. In der letzten Saison fügte die Mannschaft von Thomas Schaaf dem FCB mit 5:2 eine historische Heimschlappe bei. Von vier Spielen in Fröttmaning verloren die Hanseaten nur eines, und das war im ersten Jahr nach dem Umzug des FCB aus dem Olympiastadion. Danach gab es zwei Remis und eben das 5:2 vor knapp elf Monaten.

Rensing sieht mehr Staibilität

Ein Blick in eine andere Statistik lässt aber diesmal auf einen Bayern-Dreier hoffen. Nur drei Mal haben die Münchner das erste Heimspiel einer Bundesligasaison verloren, zuletzt vor 11 Jahren. Dazu gab es 34 Siege und sieben Unentschieden. „Wir wollen am Samstag den ersten Saisonsieg einfahren", betonte Schlussmann Michael Rensing.

Der 25-Jährige stand damals beim 2:5 gegen Bremen zwischen den Pfosten. „Ich glaube, wir sind jetzt viel stabiler und taktisch besser ein- und aufgestellt als letzte Saison", hält der Nachfolger von Oliver Kahn eine Wiederholung für unwahrscheinlich. „Wir haben in den Vorbereitungsspielen nur wenige Gegentore kassiert. Das muss nicht so bleiben, aber es ist gutes Vorzeichen", so Rensing, der betonte: „Ich fühle mich im Tor sicherer als letzte Saison."



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