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'Kein optimaler Start'

Bayern sehen noch Verbesserungsbedarf

Zwei Spiele, zwei Unentschieden, zwei Tore, Platz zehn in der Tabelle - der Start in die neue Bundesligasaison ist für den FC Bayern wie von den Verantwortlichen erwartet holprig verlaufen. Nach dem Auftaktremis bei 1899 Hoffenheim kam der Rekordmeister bei seiner Heimpremiere gegen Werder Bremen ebenfalls nicht über ein 1:1 (0:1)-Unentschieden hinaus, dennoch wähnt man sich an der Säbener Straße auf einem guten Weg.

„Sicherlich ist das kein optimaler Start, wobei sowohl in Hoffenheim als auch heute mehr möglich war“, sagte Torhüter Michael Rensing nach dem Schlusspfiff in der mit 69.000 Zuschauern ausverkauften Allianz Arena. „Wir sind nicht zufrieden, aber auch nicht ganz unzufrieden. Ich denke, dass wir uns im Vergleich zu Hoffenheim gesteigert haben“, so Rensing weiter.

Zweigeteilt war auch die Meinung von Cheftrainer Louis van Gaal nach seinem ersten Pflichtspiel vor heimischer Kulisse. „Mit dem Spiel gegen Bremen war ich trotz des 1:1 zuhause eher zufrieden“, sagte der 58 Jahre alte Fußballlehrer einen Tag nach dem Spiel im Interview mit fcbayern.de, betonte aber zugleich: „Mit dem Spiel, nicht mit dem Ergebnis.“

Gegen extrem defensiv eingestellte Bremer sah Van Gaal vor allem in den ersten 30 Minuten das, „was ich von meiner Mannschaft erwarte: Ballbesitz, den Gegner beherrschen, ihn nicht ins Spiel kommen zu lassen, das Spiel dominieren. Das haben wir gemacht, das hat mir gut gefallen“, war Van Gaal durchaus angetan von der Darbietung seiner Mannschaft. „Leider haben wir diese Dominanz nicht in Tore umsetzen können“, fand der Niederländer jedoch auch Grund zur Kritik.

Anders die Bremer, die einen ihrer seltenen Vorstöße in der 39. Minute durch Mesut Özil zur überraschenden Führung nutzten. „Da waren wir ein Mal unachtsam, das wurde gleich bestraft“, ärgerte sich Rensing über den unnötigen Gegentreffer kurz vor der Halbzeitpause. „Wir haben etwas die Geduld verloren“, machte Philipp Lahm, in Abwesenheit von Mark van Bommel erstmals Kapitän des FCB in einem Pflichtspiel, als Ursache für das Gegentor aus.

Mit der Einwechslung von Ivica Olic und später auch von Franck Ribéry (eigener Bericht) kam nach dem Seitenwechsel deutlich mehr Schwung in das Angriffsspiel der Gastgeber, die aber bis zur 72. Minute warten mussten, ehe Mario Gomez den hoch verdienten Ausgleich erzielte. „Es war sehr schwer, Platz zu finden und sich durchzukombinieren. Den letzten Pass, die letzte Idee hatten wir einfach sehr lange nicht“, meinte Gomez nach seinem ersten Bundesligatreffer im Bayern-Trikot.

In der zweiten Halbzeit habe sein Team „individuell besser gespielt“, analysierte Van Gaal. „Wir haben uns Chancen herausgearbeitet, ein Tor gemacht - und hätten noch ein, zwei weitere Tore schießen können“, meinte der Niederländer und kündigte in den nächsten Spielen Besserung an. „Das werden wir noch besser, noch viel besser machen. Und dann gewinnen wir solche Spiele auch. Versprochen.“

Auch Vize-Kapitän Lahm sieht noch Luft nach oben. „Klar haben wir uns mehr vorgenommen als zwei Punkte aus den ersten zwei Spielen. Wir werden weiter hart arbeiten und dann auch irgendwann wieder unsere drei Punkte einheimsen. Hoffentlich schon am nächsten Wochenende.“ Und Gomez ergänzte: „Wir wollten sechs Punkte nach zwei Spielen. Jetzt haben wir zwei und haben deswegen die nächsten Wochen etwas aufzuholen.“

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