präsentiert von
Menü
Juve, Bordeaux, Haifa

Bayerns CL-Gegner im Portrait

Der italienische Rekordmeister Juventus Turin, der aktuelle französische Champion Girondins Bordeaux und der israelische Titelträger Maccabi Haifa - das sind die Gegner des FC Bayern in der Gruppenphase der Champions League. Während die Spiele gegen Haifa für den deutschen Rekordmeister eine Premiere werden, traf man schon zwei Mal in der Gruppenphase auf Juve. Auf Bordeaux trafen die Bayern erst ein einziges Mal in ihrer Europacup-Historie, doch daran haben alle Bayern-Fans nur gute Erinnerungen.

Juventus Turin

Die Auslosung im Fürstentum Monaco war kaum beendet, da klingelte bereits das Handy von Bayern-Manager Uli Hoeneß. Am anderen Ende der Leitung war Hasan Salihamidzic, der von 1998 bis 2007 in München spielte und seitdem in Diensten von Juventus Turin steht. „Brazzo ist sehr glücklich, dass wir gegeneinander spielen, dann kommt er wieder mal nach München“, berichtete Hoeneß vom Gespräch mit dem inzwischen 32-jährigen Allrounder.

Mit dem italienischen Rekordmeister trifft der FC Bayern auf einen alten Bekannten in der „Königsklasse“. Schon zum dritten Mal seit 2004 kommt es in der Gruppenphase zum Duell mit der „alten Dame“. Während die Italiener in der Saison 2004/05 zwei Mal mit 1:0 die Oberhand behielten, gewann der FCB im darauffolgenden Jahr sein Heimspiel mit 2:1 (Tore: Deisler und Demichelis), verlor das Rückspiel in Turin aber mit 1:2.

Vor dieser Saison hat Juve seinen Kader noch einmal kräftig aufgerüstet. Von Werder Bremen wechselte Spielmacher Diego ebenso ins Piemont wie dessen Landsmann Felipe Melo vom AC Florenz. Zudem kam von Champions-League-Gewinner FC Barcelona Abwehrspieler Martin Caceres aus Uruguay, außerdem kehrte Nationalmannschaftskapitän Fabio Cannavaro nach dreijährigem Gastspiel bei Real Madrid nach Turin zurück.

Trainer der „vecchia signora” ist der frühere Abwehrspieler Ciro Ferrara, der zwei Spieltage vor Ende der vergangenen Saison das Amt des entlassenen Claudio Ranieri übernahm und mit zwei Siegen in Folge noch die direkte Qualifikation für die Champions League schaffte. In der noch jungen Saison in der Serie A startete Juventus mit einem 1:0-Heimsieg gegen Chievo Verona. Torschütze war Vincenzo Iaquinta.

Girondins Bordeaux

Einen ehemaligen Bayern-Spieler hat auch der aktuelle französische Meister Girondins Bordeaux im Kader: Alou Diarra, von 2000 bis 2002 unter dem jetzigen Bayern-Co-Trainer Hermann Gerland beim FC Bayern II am Ball, spielt seit 2007 für das Team, das bislang erst einmal auf die Münchner traf: Im UEFA-Pokal-Finale 1996 gewann der FCB unter Trainer Franz Beckenbauer beide Endspiele mit 2:0 und 3:1.

Neben Diarra verfügt Girondins mit Diego Placente (früher Leverkusen), Nationalspieler Yoann Gourcuff und Fernando Cavenaghi (River Plate, Spartak Moskau) über weitere Akteure mit internationalem Format. Trainer des 1881 gegründeten Vereins ist der frühere Welt- und Europameister Laurent Blanc, der bei seiner ersten Trainerstation 2008 auf Anhieb Vize-Meister wurde und ein Jahr später die langjährige Dominanz von Serienmeister Olympique Lyon in der Ligue 1 brach.

Auch in der noch jungen Saison ist der frühere Klub der beiden Bayern-Profis Bixente Lizarazu und Jean-Pierre Papin sowie von Weltfußballer Zinedine Zidane glänzend aus den Startlöchern gekommen. Mit drei Siegen aus drei Spielen und 11:3 Toren führt Girondins bereits wieder die Tabelle an. Jetzt will Bordeaux auch international an die Erfolge anknüpfen. „Es wird sehr kompliziert für uns. Wir hoffen trotzdem, dass wir das Achtelfinale erreichen“, meinte Blanc unlängst.

FC Maccabi Haifa

Der Klub aus Israel hat zum zweiten Mal die Gruppenphase der Champions League erreicht. „Das ist ein historischer Moment für diesen Verein“, sagte Trainer Elisha Levi nach dem 3:0-Heimsieg im letzten Playoff-Spiel gegen den österreichischen Meiser Red Bull Salzburg. Das Hinspiel in Salzburg hatten die Israelis mit 2:1 gewonnen. Zuvor hatte Maccabi bereits den nordirischen Meister FC Glentoran (6:0 und 4:0) und die Kasachen von FK Aktobe (0:0 und 4:3) ausgeschaltet.

2002 war Haifa die erste israelische Mannschaft gewesen, die bis in die Gruppenphase vordringen konnte. Seine Heimspiele trägt Maccabi, das 1913 gegründet wurde, im Stadion „Qiryat Eliezer“ aus, das 14.000 Zuschauern Platz bietet. In der letzten Saison feierte der Klub seinen insgesamt elften Meistertitel. Hinzu kommen fünf Pokalsiege, damit ist Maccabi einer der erfolgreichsten Klubs in Israel.

Einen Großteil des aktuellen Kaders der „Grünen“ bilden einheimische Spieler. Nur sechs von 21 Akteuren kommen aus dem Ausland. Das erste Saisonspiel der israelischen Liga gewann Haifa am letzten Wochenende mit 2:1 gegen Hapoel Akko. Die Tore schossen Yaniv Katan und Shlomi Arbeitman. Ein gutes Omen vielleicht: Auch 2004/05 begannen die Bayern mit einem Auswärtsspiel in Israel bei Maccabi Tel Aviv - sie siegten damals 1:0 und schieden erst Im Viertelfinale knapp gegen den FC Chelsea aus.

Weitere Inhalte