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Uli Hoeneß:

'Das wird Franck einen Schub geben'

Am Montagabend war er in der Sendung „Blickpunkt Sport“ des Bayerischen Fernsehens, am Dienstagvormittag nahm er an einer Pressekonferenz von Bayerns neuem Partner Burger King teil - Uli Hoeneß ist ein gefragter Gast und jeder hört ganz genau hin, was der Manager des FC Bayern zu sagen hat. Nach den ersten Saisonspielen in DFB-Pokal und Bundesliga gab es ja auch einiges zu besprechen. fcbayern.de hat Hoeneß' wichtigste Aussagen zusammengefasst, unter anderem zu Franck Ribéry, Michael Rensing und seinen neuen Platz im Stadion.

Uli Hoeneß über…

…die Überlegung, er könne ein Heimspiel in der Südkurve verfolgen: „Das kann man schon mal machen, aber das ist ja nicht die Lösung. Denn wenn man da drin steht, hat man keine Ruhe und kann sich nicht auf das Spiel konzentrieren. Da würde ich mitgezogen, rauf und runter, ich müsste singen und La Ola machen. Ich bin ja auch noch angestellt bei Bayern und muss das Spiel richtig beurteilen - und das kann man besser, wenn man in Ruhe irgendwo sitzt und die Zusammenhänge besser erkennt.“

…die ständigen Spekulationen um Franck Ribéry: „Ich kann das jetzt zum 98. Mal sagen: Franck Ribéry wird beim FC Bayern bleiben. Das Thema haben wir am 15. Juli endgültig beendet. Alle Angebote, die danach eingegangen sind bzw. noch eingehen werden, werden von uns nicht einmal diskutiert.“

…Ribérys Einsatz in der französischen Nationalmannschaft: „Es gab ein sehr vernünftiges Gespräch zwischen Frankreichs Nationaltrainer Raymond Domenech und Louis van Gaal, in dem sie klar besprochen haben, was Franck in den nächsten Tagen an Trainingsarbeitet leistet. Domenech hat gebeten: Wenn das Spiel am Mittwoch (Frankreich spielt in der WM-Quali auf den Färöer-Inseln, d. Red.) - für die Franzosen geht es ja um Sein oder Nicht-Sein - eng wird, wenn es unentschieden steht oder sie sogar hinten liegen, dann würde er Franck gegebenenfalls 20 oder 25 Minuten einsetzen. Das können wir nicht verhindern und hätten auch kein Problem damit, weil wir hoffen, dass Franck einen großen psychologischen Schub mitbringt. Ich bin mir ziemlich sicher: Wenn er zurückkommt, wird er sehr motiviert für Bayern München arbeiten. Und ich bin auch sicher, dass Franck am Samstag für Bayern spielen wird.“

…das 1:1 in Hoffenheim: „Das 1:1 zur Halbzeit war glücklich für uns. In der zweiten Halbzeit habe ich aber nur eine Mannschaft auf dem Platz gesehen: Bayern München. Wir hatten wahnsinnig viele Spielanteile und drei oder vier ziemlich klare Torchancen. Hoffenheim hat meines Wissens in der zweiten Halbzeit nicht einmal auf unser Tor geschossen. Deshalb fand ich, dass es am Ende ein glückliches Unentschieden für Hoffenheim war.“

…Michael Rensing: „Es ist Wahnsinn, was dieser junge Mann ertragen muss. Der Druck der Medien ist fast unmenschlich. Jede Sekunde, jeder Abschlag, jedes Stellungsspiel, jeder Rückpass wird genau beäugt. Hat er den Ball richtig getroffen? Ist er im richtigen Moment rausgelaufen? Hat er den richtigen Zuruf an die Abwehrspieler gemacht? Das ist eigentlich ein Umstand, unter dem du gar keine Leistung bringen kannst. Dass er am Samstag fehlerlos gehalten hat, ist ein Wunder. Deswegen würde ich allen dringend raten, ihn endlich in Ruhe zu lassen, damit er mal in Ruhe arbeiten kann.“

…die Verletzung von Mark van Bommel: „Wir bedauern es sehr, dass Mark verletzt ist. Er war sehr gut drauf. Aber wir haben einen Kader von 25 Mann, um genau auf solche Eventualitäten vorbereitet zu sein. Jetzt spielt Tymoshchuk. Deswegen gehe ich davon aus, dass wir kein Problem kriegen. Ich weiß, dass er gut spielen wird.“

…die Einführung einer Torkamera: „Die allgemeine Erklärung der FIFA besteht darin, dass man eine Regel finden muss, die in der ganzen Welt anwendbar ist. Die FIFA ist nicht nur zuständig für Europa, für Hoffenheim, München, Dortmund oder London. Sie ist auch für Afrika, Asien, Südamerika zuständig. Da sagt die FIFA, dass es technisch im Moment schwierig ist. Ich persönlich glaube das nicht. Man könnte das aus meiner Sicht zum Beispiel für Europa, das Zentrum des Weltfußballs, einführen. Und wenn es funktioniert, könnte es man auf andere Kontinente ausdehnen.“

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