präsentiert von
Menü
Erstes Heimspiel

FCB erwartet 'offenes Spiel' gegen Bremen

Der Rasen ist auf 23 Millimeter gestutzt, die Linien sind gezogen, die Banden montiert und die Sitzschalen geputzt - die Allianz Arena ist bereit für das erste Heimspiel der neuen Saison. Am Samstag (ab 15.15 Uhr im Liveticker und im Webradio) kommt Werder Bremen zum Nord-Süd-Duell nach Fröttmaning - und dort hat der FC Bayern gegen die Hanseaten noch eine Rechnung offen.

Vor ziemlich genau einem Jahr verlor der deutsche Rekordmeister vor eigenem Publikum mit 2:5 gegen Werder. Geschämt habe er sich damals, erinnerte sich Michael Rensing jetzt vor der Neuauflage. „Ich habe gedacht, das ist ein schlechter Traum. So etwas darf nie wieder passieren. Wir wollen Wiedergutmachung.“

Für Louis van Gaal spielt das Ergebnis der letzten Saison keine besondere Rolle. „Für die Spieler ist es wahrscheinlich wichtig, für mich nicht“, meinte er vor seinem ersten Bundesliga-Heimspiel als FCB-Cheftrainer. „Werder Bremen ist nicht das Werder Bremen vom letzten Jahr. Auch Bayern München ist nicht die selbe Mannschaft.“

Drei Punkte im Visier

Mehr Kopfzerbrechen als das 2:5 bereiten Van Gaal die Länderspielreisen seiner Spieler unter der Woche. „Vor so einem wichtigen Spiel ist das immer schwierig“, sagte er. Er habe kaum trainieren können, auch eine intensive Besprechung des 1:1 in Hoffenheim vom letzten Wochenende sei nicht möglich gewesen. Dennoch ist dem Holländer vor Samstag nicht bange. „Wenn wir das umsetzen, was wir können, haben wir eine große Chance, zu gewinnen.“

Ein Sieg ist Van Gaals erklärtes Ziel („Es ist sehr wichtig, das erste Heimspiel zu gewinnen.“) und auch Uli Hoeneß hat drei Punkte fest eingeplant. „Ich erwarte von unserer Mannschaft einen Sieg“, sagte der FCB-Manager, der davor warnte, die Bremer an deren 2:3-Auftaktniederlage gegen Frankfurt zu messen. „Das Ergebnis sollten wir vergessen. Ich bin überzeugt, dass wir am Samstag eine ganz andere Bremer Mannschaft erleben werden. Es wird extrem schwierig.“

Wiedersehen mit Borowski

„Ein offenes Spiel“ erwartet Van Gaal, denn Werder ist traditionell eine der wenigen Mannschaften, die in der Allianz Arena nicht nur defensiv agiert. Man werde nicht „mit wackeligen Knien“ in München auflaufen, kündigte Bremens Sportdirektor Klaus Allofs an. Und auch Torsten Frings ist angriffslustig: „Wenn du da was holst, kannst du ein Spiel wie gegen Frankfurt vergessen machen.“

Frings ist nicht der einzige Ex-Bayer im Bremer Team. Erst vor wenigen Wochen kehrte Tim Borowski von der Isar zurück an die Weser und kann Trainer Thomas Schaaf jetzt sicherlich den einen oder anderen nützlichen Hinweis zu Van Gaals Spielweise liefern. „Infos von Boro über die Bayern schaden nie“, meinte Schaaf, den in München Defensivsorgen plagen. Sebastian Prödl ist gesperrt, hinter Naldos Einsatz (Sehnenzerrung im Oberschenkel) steht „ein sehr, sehr großes Fragezeichen“.

Ribéry vor Comeback

Ausfälle hat auch Van Gaal zu beklagen. Kapitän Mark van Bommel (Zehenbruch), Martin Demichelis (Bänderriss), Luca Toni (Achillessehne) und Christian Lell (Rot-Sperre) stehen ihm gegen die Hanseaten nicht zur Verfügung. Dafür ist Miroslav Klose (Knochenhautentzündung) wieder fit und erstmals in der neuen Saison auch Franck Ribéry (Patellasehne) einsatzfähig. Ihn will Van Gaal „vielleicht 20 Minuten“ spielen lassen (fcbayern.de berichtete). „Ich kann das nicht garantieren, aber ich glaube, dass ich Franck einsetzen werde. Ich denke, wir brauchen ihn.“

Wer als Zehner in der Startelf beginnen wird, wollte Van Gaal am Freitag nicht verraten. Auch ob Ivica Olic oder Klose im Sturm und ob Anatoliy Tymoshchuk oder Andreas Ottl als „Sechser“ auflaufen, ließ er offen. Sicher ist hingegen, dass die Bayern am Samstag das 2:5 vom Vorjahr vergessen machen wollen. „Es ist eine andere Saison, ein anderer Trainer, eine andere Mannschaft, es sind andere Vorzeichen“, sagte Rensing, „und wir wollen ein anderes Ergebnis einfahren: den ersten Sieg.“

Weitere Inhalte