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Robben da, folgt der erste Sieg?

Gegen Wolfsburg 'alle Kräfte' mobilisieren

Im Abschlusstraining sah es schon viel versprechend aus. Wenige Stunden nach seiner Vertragsunterschrift beim FC Bayern spielte Arjen Robben Doppelpass mit Franck Ribéry. Schon am Samstag könnten die beiden Hoffnungsträger des Rekordmeisters ihr Können erstmals gemeinsam in einem Pflichtspiel zeigen. Denn dann gastiert der amtierende deutsche Meister VfL Wolfsburg in der Allianz Arena (ab 18.15 Uhr im Liveticker und im FCB.tv-Webradio).

„Theoretisch kann er spielen. Jetzt hängt es nur von Louis van Gaal ab, ob er Arjen spielen lässt“, berichtete Karl-Heinz Rummenigge im FCB.tv-Interview, dass Robben am Samstag schon spielberechtigt ist. Van Gaal ließ aber offen, ob er seinen Landsmann einsetzen wird. „Ich denke, dass es möglich ist. Er ist in guter Verfassung und hat in Madrid schon gespielt. Aber ich muss noch mit ihm reden.“ Zudem gab der FCB-Chefcoach zu bedenken, dass das Zusammenspiel mit dem Neu-Bayern nach nur einer Trainingseinheit noch nicht reibungslos klappen könne.

Ausschließen konnte der FCB-Trainer bereits, dass Franck Ribéry am Samstag in der Startelf stehen wird. „Er ist vielleicht fit für 20, 30 Minuten oder mehr“, erklärte Van Gaal. Der Franzose habe sein Aufbautraining nach überstandenen Adduktorenproblemen zwar „sehr gut“ absolviert, gegen Wolfsburg sehe er ihn aber nur die Joker-Rolle, sagte der Trainer.

Neue taktische Möglichkeiten

Ob Ribéry und Robben am Samstag erstmals gemeinsam auf dem Platz stehen, bleibt somit genauso offen wie die Frage nach dem System, in welchem die Bayern antreten werden. „Arjen gibt dem Trainer taktische Möglichkeiten, die vorher vielleicht nicht so da waren“, sagte Rummenigge. Zuletzt beim Freundschaftsspiel in Berlin traten die Bayern im 4-3-3 an - Van Gaals erklärter Lieblingsformation, in der Robben und Ribéry eine gefährliche Flügelzange bilden könnten. Einen Tag vor dem Wolfsburg-Spiel wollte sich Van Gaal aber nicht auf ein System festlegen. „Ich denke, dass wir das noch ausbilden müssen. Und dafür brauche ich Zeit.“

Robbens Ankunft, Ribérys Rückkehr und die Folgen für die Aufstellung des Rekordmeisters rückten am Freitag das Spiel gegen Wolfsburg fast in den Hintergrund. Dabei geht es für den FC Bayern im Duell Rekordmeister gegen amtierender Meister um enorm viel. Nach drei Spielen ohne Sieg gilt es für die Münchner, am Samstag endlich den ersten Dreier perfekt zu machen. „Wenn man nur zwei Punkte nach drei Spielen hat, ist ein großer Druck da. Das wissen wir alle“, sagte Uli Hoeneß.

Kein Gedanke ans 1:5

Sportdirektor Christian Nerlinger forderte von der Mannschaft „eine Reaktion“ nach der 1:2-Niederlage in Mainz vom vergangenen Wochenende. „Sie muss sich ganz anders präsentieren, überzeugend auftreten und drei Punkte holen. Dann gehen wir wieder in die richtige Richtung.“ Hoeneß setzt dabei auch auf die 69.000 Zuschauer in der ausverkauften Allianz Arena: „Ich hoffe, dass wir mit dem Publikum im Rücken eine ganz andere Mannschaft sehen.“

Der Bayern-Manager erwartet „ein sehr schweres Spiel“, ähnlich wie knapp fünf Monate zuvor, als der Rekordmeister in Wolfsburg eine bittere 1:5-Niederlage hinnehmen musste. Doch das ist „Vergangenheit“, wie Van Gaal betonte. „Letzte Saison zählt nicht mehr. Neue Spieler, neue Trainer - heute ist alles anders.“ Der FCB-Trainer weiß aber auch, dass sein Team am Samstag erneut auf „eine sehr gute Mannschaft mit sehr guten Einzelspielern, die ein Spiel entscheiden können“, treffen wird.

'Alle Kräfte erforderlich'

Wolfsburgs Hoffnungen ruhen dabei, wie in der letzten Saison, vor allem auf dem Offensivtrio Grafite-Dzeko-Misimovic. „Bayern München hat eine Top-Mannschaft - wir aber auch“, meinte Wolfsburgs neuer Coach Armin Veh, der im vierten Saisonspiel den dritten Sieg einfahren möchte. „Grundsätzlich wollen wir überall erfolgreich spielen. Und deswegen wollen wir auch dieses Spiel gewinnen.“ Hoeneß warnte daher: „Das wird ein Spiel, das alle Kräfte erfordert, um es zu gewinnen.“ Vielleicht sind am Ende Robben und Ribéry das Zünglein an der Waage.

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