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Ribéry als Zehner

Hoeneß: 'Dort kann er ein Grande werden'

Am Mittwoch drehte Franck Ribéry einsam seine Runden auf dem Trainingsgelände des FC Bayern, schon bald soll der Franzose wieder mitten drin sein. Sobald er seine Adduktorenprobleme überwunden hat, soll er als „Zehner“ in der Offensive des FC Bayern die Fäden ziehen. Das plant Louis van Gaal. „Er hat dort mehr Mittel, er ist näher am Tor, näher bei den Stürmern und er kann auf zwei Seiten ziehen - nicht immer nur von links nach innen, das war einfach für die Verteidiger zu durchschauen“, erklärte der FCB-Chefcoach. Doch wie sich diese Theorie in der Praxis umsetzen lässt, werden erst die kommenden Wochen zeigen.

„Wir müssen jetzt sehen, wie das mit Franck in der zentralen Position auf Dauer funktioniert. Das ist eine ganz zentrale Frage, auch für die Entwicklung der Mannschaft“, sagte Uli Hoeneß in der aktuellen „Sport Bild“-Ausgabe. „Wenn das greift, bin ich sehr optimistisch. Viele Leute trauen die Rolle des Regisseurs Franck ja nicht zu. Ich bin der Meinung: Es ist ein sehr interessanter Versuch.“

Wie Maradona, Pelé & Co.

Als „Zehner“ könne Ribéry zu den ganz Großen des Fußballs aufschließen, glaubt Hoeneß. „Auf der linken Seite wird Franck immer ein großer Spieler sein, aber eben kein ‚Grande‘. Ein ‚Grande‘ spielt in der Zentrale“, verwies der FCB-Manager auf Diego Maradona, Pelé, Johan Cruyff und Zinedine Zidane. „Franck kann in diese Kategorie vorstoßen. Dann würde er sich sogar abheben von einem Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo. Das ist seine große Chance. Jetzt bei Bayern.“

Auch Van Gaal hat kürzlich in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ betont, dass auf der Position zehn „nur die Besten“ spielen. Ribéry werde dort der Mannschaft „die meiste Rendite“ bringen. Und genau darum gehe es. „Jeder Spieler hat eine eigene Identität - aber meine Aufgabe ist es, diese Qualitäten für das Team klug zu nutzen“, sagte der FCB-Trainer.

'Im Training schon gut'

Dass Ribérys Qualitäten immer dann besonders zum Tragen kommen, wenn er von Defensivaufgaben weitgehend entbunden ist, weiß auch Van Gaal. „Spieler mit besonderer Kreativität bekommen auch bei mir mehr Freiheiten. So ein besonderer Spieler ist auch Ribéry. Trotzdem muss er im Rahmen unseres Systems spielen - und das macht er im Training auch schon gut.“

Van Gaal ist also zuversichtlich, dass Ribéry auch auf der „Zehn“ für Furore sorgen kann. Erst einmal muss dies aber im Training und in Spielen weiter einstudiert werden. „Ich muss es erst mal ausprobieren“, sagte Van Gaal, der nicht auf dieses eine System festgelegt ist. „Wenn es nicht klappt, kann ich das System in zwei Wochen auch wieder ändern.“

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