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Pflicht erfüllt

Mit schweren Beinen in Runde zwei

3:1 gegen die SpVgg Neckarelz gewonnen, der Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals ist perfekt. Auch wenn sich der FC Bayern gegen den Sechstligisten aus Baden-Württemberg zum Pflichtspielauftakt der neuen Saison lange schwer tat, so ließ der deutsche Rekordmeister dennoch nichts anbrennen. Trainer Louis van Gaal hat zwar jede Menge Verbesserungsbedarf bei seiner Elf entdeckt, doch der Coach nahm seine Mannschaft nach dem Abpfiff in der ausverkauften Rhein-Neckar-Arena in Schutz. „Das war unser zehntes Spiel innerhalb von viereinhalb Wochen. Das war zuviel.“

Insbesondere die letzten Tage hatten es in sich. Am Mittwoch und Donnerstag spielte der FC Bayern noch gegen den AC Mailand und Manchester United. Nicht einmal drei Tage später musste man im DFB-Pokal das erste Pflichtspiel bestreiten. „Es ist schwierig innerhalb von zwei Tagen den Fokus auf Neckarelz aufzubauen. Drei Spiele in vier Tagen ist unverantwortlich“, sagte van Gaal und ging daher mit seinem Team nicht allzu hart ins Gericht. „Der Gegner hat es uns sehr schwer gemacht. Ich denke, dass wir heute nicht schlecht gespielt haben.“

Für die Kicker von Neckarelz war es im Stadion der TSG Hoffenheim vor rund 30.000 Zuschauern das Spiel ihres Lebens. Mit Haut und Haaren verteidigten sie ihren Sechszehner, machten die Räume eng und hatten in vielen Szenen auch das Glück des Tüchtigen auf ihrer Seite. So stand es zur Halbzeit noch 0:0. Nach dem Wiederanpfiff allerdings gingen die Bayern etwas konzentrierter zur Werke. Ein Doppelschlag von Mario Gomez (51., 57./Handelfmeter) sorgte letztlich für die Vorentscheidung. Bevor nach dem Anschlusstreffer von Heiko Throm (80.) Pokal-Dramatik aufkommen konnte, sorgte Hamit Altintop (82.) im direkten Gegenzug mit dem 3:1 für den Endstand.

Von den Bayern-Spielern wollte auch niemand nach der Partie etwas schönreden. „Der Start war ein bisschen holprig“, gab Miroslav Klose offen zu. Die Abstimmung in der Mitte sei nicht so gut gewesen. Nach überstandener Grippeerkrankung wurde der Nationalstürmer gerade noch rechtzeitig fit. Hätten er und Philipp Lahm in der Anfangsphase nicht zwei riesen Chancen ungenutzt gelassen, dem FC Bayern wäre wohl ein deutlich höherer Sieg gelungen.

„Das war kein gutes Spiel von uns, das wissen wir selber“, sagte auch Gomez. „Wir haben den Ball nicht laufen lassen, haben uns zu wenig bewegt und nicht schnell genug gespielt“, übte der Doppeltorschütze Selbstkritik. „So spielst du auch gegen einen Sechstligisten keinen guten Fußball.“ Den ersten Doppelpack in einem Pflichtspiel für seinen neuen Arbeitgeber wollte der Goalgetter nicht allzu hoch hängen. „Es ist nicht wichtig, wie ich mich fühle. Wichtig ist, dass wir uns als Mannschaft immer besser finden.“

Daher ist Gomez auch nicht bange vor dem Bundesligastart. „Wir wissen, dass wir viel besser spielen können, das haben wir auch schon gezeigt. Deswegen bin ich nicht beunruhigt. Auch Mark van Bommel weiß, dass die Partie gegen Neckarelz kein Maßstab für die wahre Leistungsstärke des FC Bayern ist. „Was wir in den Spielen zuvor gut gemacht haben, das Spiel schnell verlagern, und den Ball laufen lassen, das haben wir gegen Neckarelz gar nicht gemacht. Wir haben es uns selber schwer gemacht.“

Auslosung am Samstag

Man müsse sich „keine Sorgen machen“, fügte der alte und neue Mannschaftskapitän Van Bommel schmunzelnd hinzu. Nächste Woche spielen wir zwar im gleichen Stadion, aber es ist ein anderes Spiel und eine andere Uhrzeit.“ Dann muss der FC Bayern zum Bundesliga-Auftakt auswärts gegen die TSG Hoffenheim antreten und ist fest entschlossen, die Fehler aus dem Neckarelz-Spiel nicht noch einmal zu machen.

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