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Mit Länderspiel-Schwung

Ribéry vor Comeback beim FC Bayern

Er spielte zum ersten Mal seit 81 Tagen, sorgte mit flinken Dribblings für Wirbel und bereitete sogar ein Tor vor, das aber wegen Abseits nicht gegeben wurde - Franck Ribéry ist zurück! Beim 1:0-Sieg Frankreichs in der WM-Qualifikation auf den Färöer Inseln wurde der seit Wochen verletzte Franzose in der 65. Minute eingewechselt und ließ seine Qualitäten aufblitzen. „Die 25 Minuten waren genug, um erneut festzustellen, dass Frankreich Franck Ribéry dringend benötigen wird, um den Weg nach Südafrika zu ebnen“, schrieb die Sportzeitung „L'Équipe“ am Donnerstag.

Auch beim FC Bayern baut man auf den französischen Wirbelwind. Wegen hartnäckiger Probleme an der Patellasehne hatte Ribéry die komplette Vorbereitung verpasst, erst letzte Woche stieg er ins Mannschaftstraining ein. Nach seinem Kurzeinsatz in der „Equipe Tricolore“ steht nun auch seinem Saisondebüt beim deutschen Rekordmeister nichts mehr im Wege.

'Noch nicht bei 100 Prozent'

„Vielleicht 20 Minuten“ will Trainer Louis van Gaal Ribéry am Samstag in der Allianz Arena gegen Werder Bremen spielen lassen. Ein Einsatz von Beginn an komme für den Franzosen noch zu früh, erklärte der FCB-Chefcoach im „kicker“. „Er ist noch im Aufbau.“ Ribéry selbst sagte nach seinem Saisondebüt auf den Färöer Inseln, dass er „noch nicht bei 100 Prozent“ sei.

Mental hingegen hat die Reise zur Nationalmannschaft beim 26-Jährige für den erhofften „großen psychologischen Schub“ (Uli Hoeneß) gesorgt. „Das hat mir sehr gut getan, hier beim Team zu sein. Ich hatte große Lust darauf und habe mich sehr gut gefühlt“, erzählte er. Der 25-Minuten-Einsatz habe ihm „Sicherheit und Selbstvertrauen“ gegeben. „Nun werde ich mich ganz meinem Verein widmen. Ich werde fit sein.“

Bei Bayern auf der Zehn?

Darauf hofft auch Van Gaal, der mit Ribéry nicht auf dem linken Flügel, sondern zentral hinter den Spitzen plant. „Er ist dort näher am Tor, näher an den Stürmern. Er kann seine Kreativität auf zwei Seiten nutzen. Er kann dort noch häufiger aufziehen“, erklärte der FCB-Trainer, der glaubt, dass Ribéry als „Zehner“ der Mannschaft „die meiste Rendite“ bringt. „Aber ich muss es erst einmal ausprobieren. Vielleicht habe ich in zwei Wochen schon eine andere Meinung.“

Ribéry in sein System einzubauen, daran wird Van Gaal in den kommenden Wochen arbeiten. Dass der Franzose egal auf welcher Position ein Gewinn ist für den FC Bayern, daran gibt es ohnehin keinen Zweifel. Nach dem Spiel auf den Färöer Inseln lobte ihn Frankreichs Nationaltrainer Raymond Domenech: „Er hat das Spiel beschleunigt, mit ihm ist immer etwas los.“ Bald auch wieder beim FC Bayern.

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