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Nach Van Bommels Verletzung

Tymoshchuk will 'zeigen, was ich kann'

Der Kapitän und Antreiber vor der Abwehr kann nicht spielen, doch Uli Hoeneß ist vor dem Heimspielauftakt am Samstag gegen Werder Bremen nicht bange. „Wir bedauern es sehr, dass Mark verletzt ist. Er war sehr gut drauf“, sagte der Bayern-Manager, der aber wegen Van Bommels Ausfall „kein Problem“ erwartet. „Jetzt spielt Tymoshchuk. Ich weiß, dass er gut spielen wird.“

Davon ist auch Anatoliy Tymoshchuk selbst überzeugt. Der Ukrainer zog zwar im Konkurrenzkampf mit Mark van Bommel um die „Sechser“-Position den Kürzeren (Van Gaal: „In unserem System kann Tymoshchuk nicht auf seiner Lieblingsposition spielen, dort spielt Mark van Bommel.“), will jetzt aber seine Chance nutzen. „Ich bin mehr als überzeugt, mir einen Stammplatz erkämpfen zu können“, sagte er im Rahmen seiner Reise zum Länderspiel der Ukraine in Kiew gegen die Türkei.

'Alles neu für mich'

Schadenfreude über Van Bommels Verletzung (Zehenbruch) empfinde er „mit Sicherheit nicht“, wie Tymoshchuk betonte. „Jeder Spieler, der selbst einmal verletzt war, kennt diese Situation.“ Der 30-Jährige erzählte, er habe Van Bommel vor seiner Länderspielreise sogar noch eine „schnelle Genesung“ gewünscht.

Drei bis vier Wochen wird Van Bommel jedenfalls ausfallen, solange kann Tymoshchuk Werbung in eigener Sache machen. „Ich hatte bisher noch nicht genug Zeit, um alles zu zeigen, was ich kann. Vieles ist neu für mich“, sagte der Ukrainer, der auch an seinen Deutschkenntnissen arbeitet. „In den nächsten Wochen werde ich bereits vor dem Training Deutschstunden haben“, erzählte er in der „Sport Bild“. Zusätzlich will er einen persönlichen Deutschlehrer engagieren.

'Will immer spielen'

Nicht nur sprachlich, sondern auch sportlich lief es für den Ukrainer bisher noch holprig beim FC Bayern. Van Gaal legte sich auf Van Bommel als „Sechser“ fest, Tymoshchuk musste in den Vorbereitungsspielen teilweise auf die rechte Mittelfeldseite ausweichen oder war, wie zuletzt zum Bundesligastart, nur Ersatz. „Falls ich irgendwann einmal auf der Bank gesessen habe, muss es gewesen sein, als ich noch ein Teenager war“, sagte er, „ich will immer spielen. Das ist doch klar.“

„Natürlich war er schwer enttäuscht“, berichtete FCB-Sportdirektor Christian Nerlinger, aber er hat sehr gute Trainingsleistungen gezeigt.“ Daran gilt es für Tymoshchuk jetzt am Samstag gegen Bremen im Spiel anzuknüpfen.

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