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Im Van-Gaal-Stil

U19-Junioren starten in die neue Saison

Pffff…pffff…pffff. Die Bälle zischen über den Rasen. Von links nach rechts, von rechts nach links. Scharf, flach, direkt, präzise. Die Handschrift von Louis van Gaal ist auch bei den U19-Junioren des FC Bayern zu erkennen. „Louis van Gaal hat über Hermann Gerland kommuniziert, worauf er Wert legt“, erzählte U19-Coach Kurt Niedermayer fcbayern.de, „wir übernehmen jetzt Passformen, die er gerne haben möchte.“

Seit fünf Wochen trainieren die Junioren auch nach den Vorstellungen des Holländers, am Samstag (11 Uhr/Grünwalder Stadion) starten sie im Van-Gaal-Stil in die neue Bundesliga-Saison. Dabei ist die Spielweise gar nicht so neu für die Junioren. Das 4-4-2-System mit Raute „spielen wir schon seit Jahren“, sagte Niedermayer. Und auch das Kurzpassspiel ist nichts Neues im junior team des FC Bayern. „Wir machen es jetzt nur in einer etwas anderen Form.“

Großer Umbruch

Neu ist vor der neuen Saison vor allem Niedermayers Mannschaft. Nur vier Spieler aus dem letzten Spieljahr gehören noch zum Kader, der Rest ist aus der U17 aufgerückt. „Von 22 Spielern sind 18 aus der U17. In diesem Verhältnis haben wir das noch nie gehabt“, berichtete Niedermayer vom großen personellen Umbruch.

Dass er zum Großteil eine eingespielte Mannschaft übernehmen kann, die in der letzten Saison das Finale um die Deutsche U17-Meisterschaft erreichte, ist einerseits ein Vorteil für Niedermayer. Andererseits müssen sich die jungen Spieler „jetzt mit Gegnern messen, die ein Jahr älter sind. Wir werden sehen, wie sie sich da durchsetzen“, meinte der Trainer.

Verletzungssorgen zum Auftakt

Mit der Vorbereitung, unter anderem mit einem Trainingslager in Dorf Tirol bei Meran und einem Testspiel gegen Sampdoria Genua (1:0), ist Niedermayer zufrieden. „Bis jetzt sieht es gut aus“, erzählte er. Nur das Verletzungspech, das der U19 schon in der letzten Saison große Probleme bereitet hat, stört. Zum Auftakt am Samstag stehen dem Trainer nur zwölf einsatzfähige Feldspieler plus zwei Torhüter zur Verfügung.

Dabei steht gleich ein Topspiel auf dem Programm. Der 1. FSV Mainz 05 kommt als amtierender Deutscher Meister nach München. Wie stark der Gegner in der neuen Saison ist, ist aber nur schwer zu sagen. „Die Mainzer kommen ja nicht mit der gleichen Mannschaft wie letztes Jahr. Wie bei uns ändert sich auch bei denen immer viel“, sagte Niedermayer.

Mannschaftserfolg plus individuelle Förderung

Dennoch ist die Partie gegen Mainz gleich „eine Standortbestimmung“, weiß der Trainer, der die Liga als „sehr ausgeglichen“ bezeichnete. „Die Bundesliga hat so ein Niveau erreicht, dass man Spiele nicht im Vorbeigehen gewinnt. Jeder Gegner wird stark sein.“ Wer Titel-Favorit ist, sei daher schwer zu sagen.

Natürlich wollen auch die Bayern im Kampf um die Tabellenspitze wieder ein Wörtchen mitreden. Der Mannschaftserfolg ist laut Niedermayer die beste Grundlage, um die Spieler individuell weiterzuentwickeln. Und das ist wie jedes Jahr das wichtigste Saisonziel von Bayerns U19. Wer weiß: Vielleicht trainiert schon im nächsten Jahr der eine oder andere direkt bei Louis van Gaal.

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