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Zu Gast in Dortmund

Bayern freut sich auf 'großes Spiel'

Vorhang auf zur ersten heißen Phase der noch jungen Saison mit drei „Englischen Wochen“ und sieben Spielen in den nächsten 21 Tagen. Nach 14-tägiger Bundesligapause, bedingt durch die Spiele in der WM-Qualifikation, will der FC Bayern am Samstag bei Borussia Dortmund (ab 15.15 Uhr im FCB-Liveticker und im Webradio bei FCB.tv) an den 3:0-Gala-Auftritt gegen Meister VfL Wolfsburg anknüpfen und zugleich eine gelungene Generalprobe für den Champions-League-Auftakt am kommenden Dienstag bei Maccabi Haifa feiern.

„Für uns geht jetzt eine ganz entscheidende Phase los, alle drei Tage ein Spiel“, sagte Bayerns Sportdirektor Christian Nerlinger vor dem Gastspiel des Rekordmeisters im mit 80.000 Zuschauern voll besetzten „Hexenkessel“ Signal-Iduna-Park. „Wir waren letztes Jahr Zweiter, das wäre für jeden anderen Bundesligisten ein Erfolg gewesen, aber wir sind mit Platz zwei nicht zufrieden“, so Nerlinger, der nach einem „schwachen Start“ in der Bundesliga das Ziel ausgab: „Wir sind zum Erfolg verdammt, wir müssen jetzt punkten.“

Kurze Vorbereitungszeit

Doch Trainer Louis van Gaal weiß, dass die Umsetzung keineswegs einfach wird, „vor allem nicht nach einem Nationalmannschaftsspiel“, wie der Niederländer am Freitag vor dem Abschlusstraining seiner Mannschaft feststellte. „Den Fokus innerhalb von zwei Tagen von der Nationalmannschaft auf das Spiel in Dortmund zu richten, ist schwierig“, bedauerte van Gaal die kurze Vorbereitungszeit nach der Länderspielpause.

Immerhin freute sich der 58 Jahre alte Fußballlehrer, dass alle Spieler gesund nach München zurückgekehrt sind. „Ich hoffe, dass alle fit sind. Wir müssen sehen, wie sie die Anstrengungen verarbeitet haben.“ Van Gaal bedauerte, dass nicht alle seine im Ländereinsatz befindlichen Akteure zwei Spiele über die volle Distanz absolviert haben und damit im Spielrhythmus geblieben wären. „Das ist schade.“

Ein spezieller Gegner

Van Gaal erwartet in den seit 19 Heimspielen unbesiegten Dortmundern einen „speziellen Gegner. Dortmund gegen Bayern ist ein großes Spiel, die Atmosphäre ist fantastisch“, so Van Gaal, der von einer „schwierigen Aufgabe“ sprach. Zumal der letzte von erst elf Siegen in Dortmund schon vier Jahre zurück liegt. „Ich habe die Statistik gesehen. Wir müssen diese durchbrechen“, forderte der Niederländer.

Personell kann Van Gaal fast aus dem Vollen schöpfen. 21 Spieler streiten um die 18 Plätze im Kader, einzig Mark van Bommel, Martin Demichelis, Andreas Görlitz und Luca Toni stehen dem Trainer noch nicht wieder zur Verfügung. Toni, der nach seiner langwierigen Achillessehnenverletzung am Donnerstag erstmals wieder am Mannschaftstraining teilnahm, brauche noch etwas Zeit, ehe er wieder eine Alternative ist. „Aber es sieht gut aus“, versicherte Van Gaal.

Nerlinger hat gutes Gefühl

Ob er in Dortmund von Beginn an auf das gegen Wolfsburg so furios aufspielende Duo Frank Ribéry/Arjen Robben vertrauen wird, ließ der Bayern-Trainer noch offen. „Möglich ist alles“, sagte er und verwies darauf, noch die Eindrücke aus dem Abschlusstraining abwarten zu wollen. Nachdem Ribéry in der französischen Nationalmannschaft lediglich zu zwei Kurzeinsätzen kam, sei die Chance „bei Robben größer, dass er von Anfang an spielt.“

Doch ganz gleich welche Formation am Samstag um 15.30 Uhr aufläuft, Sportdirektor Nerlinger, einst selbst drei Jahre im Trikot des BVB aktiv, hat ein „sehr gutes Gefühl“ für das Duell seiner beiden Ex-Klubs. „Die Stimmung ist sehr gut bei uns, ich gehe davon aus, dass wir drei Punkte nach München holen werden.“

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