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Souverän und dominant

Bayern setzen Siegesserie fort

Pflicht erfüllt, Siegesserie fortgesetzt, Selbstvertrauen gestärkt - der FC Bayern steuert nach dem fünften Pflichtspielsieg hintereinander weiter einem goldenen Herbst entgegen. Nach dem standesgemäßen 5:0 (2:0)-Erfolg im DFB-Pokal gegen Rot-Weiß Oberhausen und dem damit verbundenen Einzug ins Achtelfinale kann der deutsche Rekordmeister sein Augenmerk nun auf die beiden Spitzenspielen beim Hamburger SV und gegen Juventus Turin legen.

„Es war wichtig, dass wir heute klar und dominant gewonnen haben und eine Runde weiter sind. Jetzt konzentrieren wir uns wieder auf die Bundesliga“, sagte Ersatzkapitän Philipp Lahm nach der Partie in der mit 40.000 Zuschauern gefüllten Allianz Arena. Eine knappe halbe Stunde konnte der Zweitligist dem Rekordchampion Paroli bieten, dann nahm das Spiel durch das von Lahm erzwungene Eigentor des Oberhauseners Daniel Embers (32. Minute) seinen erwarteten Verlauf.

„Es ist nie einfach. Solange man nicht 1:0, 2:0 oder 3:0 führt, muss man immer stets konzentriert sein, das ist uns heute ganz gut gelungen“, sagte Lahm. „Es hat ein bisschen gedauert, aber es war nur eine Frage der Zeit, bis wir das 1:0 machen. Man braucht auch die Geduld, die haben wir im Moment“, so der Vertreter des noch verletzten Kapitäns Mark van Bommel weiter.

„Bis zum ersten Tor war es ein hartes Stück Arbeit, dann war der Bann gebrochen und wir haben es sehr, sehr souverän nach Hause gespielt“, meinte Angreifer Mario Gomez, in der 41. Minute Torschütze zum 2:0. Daniel van Buyten (67./86.) und der eingewechselte Thomas Müller (70.) sorgten nach dem Seitenwechsel für klare Verhältnisse im Duell mit dem klassentieferen Außenseiter.

„Nach 30 Minuten haben wir gemerkt, dass einige schon müde waren. Dann haben wir unser Spiel richtig aufgebaut und Möglichkeiten bekommen, die wir dann auch reingemacht haben“, analysierte Daniel van Buyten nach seinen Treffern drei und vier innerhalb von einer Woche. „Es war wichtig, dass wir gewonnen haben und eine Runde weiter gekommen sind. Wir wollen den Pokal gewinnen, dafür müssen wir alles in die Waagschale werfen“, so der stürmende Abwehrspieler weiter.

„Ich bin sehr zufrieden“, lautete die kurze Analyse von Trainer Luis van Gaal, der „sehr froh über das Resultat, aber auch über die Ausführung“ war. Der Niederländer hatte zahlreiche Stammkräfte geschont und dafür einigen Akteuren aus der zweiten Reihe Spielpraxis ermöglicht. „Ich bin auch sehr zufrieden mit den Spielern, die von der Bank gekommen sind. Ich habe sehr viele Spieler mit einer guten Motivation gesehen, und viele, die es taktisch gut gemacht haben“, lobte Van Gaal hinterher.

Einer jener Spieler, die von der Bank kamen, war Luca Toni. Der italienische Weltmeister wurde in der 61. Minute für Gomez eingewechselt und feierte sein Comeback nach mehrmonatiger Verletzungspause. Mit einem „fantastischen Pass“ (Van Gaal) leistete er die Vorarbeit zu Müllers 4:0, ein eigener Treffer blieb ihm bei seinem Saisondebüt jedoch versagt.

Nun geht es gegen den HSV, Juventus Turin und den 1. FC Köln darum, die Erfolgsserie fortzusetzen. „Wir haben am Anfang der Saison ein paar Punkte verschenkt, darum war es gut, dass wir jetzt eine Serie gestartet haben“, meinte Van Buyten drei Tage vor der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte. „Wir wollen die Serie ausbauen. Wir haben die Mannschaft und die Qualität dazu“, sagte Gomez. „Ich glaube, die Gegner werden wieder sehr, sehr viel Respekt vor uns haben in den kommenden Spielen - am liebsten bis zum Saisonende.“

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