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Zielort Berlin

Bayern wollen ins Achtelfinale

Patzen verboten: Nach dem gelungenen Wiesn-Start und zuletzt vier Siegen in Folge will der FC Bayern auch im DFB-Pokal gegen Rot-Weiß Oberhausen nachlegen und seine Erfolgsserie fortsetzen. Mit einem Sieg am Dienstagabend gegen den Zweitligisten (ab 18.45 Uhr im FCB-Liveticker und im Webradio bei FCB.tv) könnte der Rekordpokalsieger nicht nur ins Achtelfinale vorstoßen, sondern auch weiter Selbstvertrauen für die schweren Aufgaben gegen den Hamburger SV und Juventus Turin tanken.

„Oberhausen wird insofern ein Thema, weil alle glauben, dass wir schon gewonnen haben“, warnte Bayern-Manager Uli Hoeneß jedoch vor dem Duell mit dem Tabellen-Siebten der Zweiten Liga, auch wenn die Rollen vor dem Duell „David gegen Goliath“ klar verteilt: Auf der einen Seite der 14-malige Champion, dessen letzte Pokalpleite im eigenen Stadion 18 Jahre zurückliegt, auf der anderen Seite der Underdog, der sowohl im Pokal als auch in der Bundesliga noch ohne Sieg gegen den FCB ist.

„Das ist ein großer Fehler wenn wir jetzt schon anfangen zu zählen, wie viele Tore wir schießen“, mahnte auch Miroslav Klose den Gegner trotz des Klassenunterschiedes von Beginn an ernst zu nehmen. Er selbst habe RWO zwei Mal im Fernsehen genauer unter die Lupe genommen. „Das ist eine gute Mannschaft ist“, lobte der Nationalspieler den Gegner. „Sie spielen einen guten Ball. Das wird sicherlich kein Selbstläufer.“

Einen Vorgeschmack auf die Partie gegen Oberhausen erlebte der FCB beim 2:1 im Derby gegen die „Betonmauer“ (Hoeneß) von Bundesliga-Rückkehrer 1. FC Nürnberg. Gegen die defensiven Franken tat sich das Team von Bayern-Trainer Louis van Gaal lange schwer, bis der Sieg zum Wiesn-Start perfekt war. „Man hat das ja alles schon erlebt“, sagte Hoeneß: „Man spielt 90 Minuten auf ein Tor, hat 70 Prozent Ballbesitz und steht am Ende mit leeren Händen da.“

Geduld als höchstes Gebot

„Man weiß ja, was im Pokalspiel los ist, was da schon für Geschichten geschrieben wurden“, weiß auch Klose, dass die vermeintlich klare Angelegenheit auch schnell nach hinten los gehen kann und forderte daher ein „frühes Tor“ gegen eine sicherlich „sehr defensive Mannschaft.“ Innenverteidiger Holger Badstuber versicherte daher: „Wir bereiten uns genauso vor und gehen mit der gleichen Konzentration rein, wie bei jedem anderen Spiel.“

Trotz aller guten Vorsätze dürfte wie schon gegen den „Club“ auch gegen Oberhausen Geduld das höchste Gebot auf Münchner Seite sein. „Wenn man so viele Spiele hat im Drei-Tages-Rhythmus, gibt es mit Sicherheit immer mal solche Spiele, in denen es nicht so rund läuft“, sagte Philipp Lahm. „Die muss man gewinnen, abhaken und danach geht es schon wieder weiter.“

RWO in der Arena noch ungeschlagen

Mit welchem Personal Van Gaal die Pokalpartie angehen wird, ist noch offen. „Lassen Sie sich überraschen“, ließ sich der Niederländer im Exklusiv-Interview mit fcbayern.de nicht in die Karten schauen. Gut möglich, dass zuletzt selten eingesetzte Akteure wie Klose von Beginn an zum Zug kommen. „Ich kann mich nur im Training anbieten, letztlich entscheidet das aber der Trainer“, hofft Klose nach seiner Einwechslung gegen Nürnberg auf einen Einsatz in der Startelf.

RWO reist trotz einer 0:4-Klatsche am vergangenen Wochenende bei der SpVgg Greuther Fürth guten Mutes nach München. „Ich habe nichts dagegen, bei den Bayern zu gewinnen. Wenn man von diesem Triumph nicht träumen würde, bräuchte man dort nicht hinzufahren“, sagte Präsident Hajo Sommers keck und verwies - nach erst einem Auftritt beim Münchner Lokalrivalen TSV 1860 - nicht ganz ernst auf die Arena-Bilanz: „Wir sind in der Allianz Arena noch ungeschlagen.“

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