präsentiert von
Menü
Doppelpack-Klose

'Bin noch nicht bei 100 Prozent'

Vor dem Anpfiff hatte Berti Vogts gut lachen. „Ich bin happy, dass du nicht spielst, da macht Jogi Löw einen Fehler“, erzählte Aserbaidschans Nationaltrainer nach dem 0:4 seiner Mannschaft im Länderspiel gegen Deutschland von einem kurzen Gespräch mit Miroslav Klose vor Spielbeginn. „Da habe ich Berti kurz und schmerzlos gesagt: Mir reicht auch die zweite Halbzeit“, berichtete Klose - und hielt Wort. Zur Pause eingewechselt entschied er mit seinen Länderspieltoren 46 und 47 die Partie. Der Nationalstürmer war der Mann des Abends in Hannover, will sich aber beim FC Bayern erst einmal weiter hintanstellen.

„Ich bin noch nicht bei 100 Prozent, auch nicht nach den zwei Toren“, betonte er, „ich brauche meine Fitness, um guten Fußball zu spielen. Davon bin ich noch weit entfernt.“ Deswegen will der WM-Torschützenkönig von 2006 in den kommenden Wochen noch viele Zusatzschichten fahren. Schon letzte Woche war Klose verspätet zur Nationalmannschaft gereist, um in München noch eine Trainingseinheit absolvieren zu können.

'Ich lauere auf meine Chance'

Beim Auswärtsspiel am Samstag in Dortmund geht der 31-Jährige davon aus, erneut nur eine Reservistenrolle zu bekleiden. „Ich glaube, dass man sich beim Trainer immer wieder beweisen muss. Ich war zehn Tage nicht da, deswegen konnte mich Van Gaal nicht sehen. Deswegen spiele ich am Samstag in Dortmund auch nicht.“

Schon den 3:0-Sieg gegen Wolfsburg im letzten Ligaspiel hatte Klose nur von der Ersatzbank aus verfolgt. Mit diesem Platz will er sich aber nicht abfinden. „Jeder weiß, dass ich spielen will, dass ich auf meine Chance lauere“, sagte er, „wenn ich meine 100 Prozent habe, werde ich auch spielen.“

'Bin noch kein Opa'

Die beiden Tore gegen Aserbaidschan - sein neunter Doppelpack im 91. Länderspiel - dürften ihm zusätzlichen Auftrieb geben. Zum „alten Eisen“ fühlt er sich noch lange nicht zugehörig. „Ich bin ja noch kein Opa. Ich bin erst 31“, sagte er, „ich kann schon noch ein bisschen laufen, und ab und zu knipse ich auch noch.“ Das soll nicht nur Berti Vogts in dieser Saison leidvoll erfahren.

Weitere Inhalte