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Trotz Verletzungssorgen

FCB-Frauen wollen wieder oben mitspielen

Ein Tor, ein einziges Tor - knapper konnten die Fußballfrauen des FC Bayern nicht an der ersten Meisterschaft seit 33 Jahren vorbeischrammen. Doch das enttäuschende Ende der vergangenen Saison ist abgehakt, eine neue Spielzeit steht vor der Tür. Am Sonntag (11 Uhr in Aschheim) starten die Münchnerinnen gegen die SG Essen-Schönebeck in eine neue Saison. „Wir wollen um die Plätze, die zur Qualifikation der ‚Königsklasse‘ berechtigen, mitspielen“, gab Günter Wörle Platz zwei als Saisonziel aus. Mindestens.

Doch der FCB-Trainer weiß auch, dass es schwer wird, erneut einen der ersten beiden Plätze zu erreichen. Zu groß sind zum Start die Verletzungssorgen beim FCB. Zehn von 23 Spielerinnen fallen am Sonntag aus. Zu den Langzeitverletzten Nina Aigner, Sylvie Banecki, Isabell Bachor, Corinna Paukner, Katharina Würmseer, Ivana Rudelic und Viki Schnaderbeck gesellte sich am Dienstag auch noch U19-Nationalspielerin Stefanie Mirlach, die sich im Training einen Außenbandriss und Innenbandanriss im linken Knie zuzog. Darüber hinaus müssen Vanessa Bürki (Schweiz) und Caro Pini (Italien) für Länderspiele abgestellt werden. Ob Bianca Rech (Knie) rechtzeitig fit wird, ist noch fraglich.

„Wir hatten teilweise nur zehn Feldspielerinnen im Training“, berichtete Wörle von einer schwierigen Vorbereitung, „vor einem Jahr hatten wir keine einzige Verletzte und konnten mit sechs Siegen in sechs Spielen starten.“ Diesmal müsse man „ein bisschen Geduld“ mit seiner Mannschaft haben.

Noch dazu erwartet den Rumpfkader der Münchnerinnen gleich zu Beginn „ein saftiges Programm“ (Wörle) mit sechs Spielen in drei Wochen, darunter die Duelle mit Meister Potsdam und Titelaspirant Frankfurt. Auch die ersten beiden Champions-League-Spiele in der Geschichte der FCB-Frauen gegen den ungarischen Meister Viktória FC Szombathely fallen in diesen Zeitraum.

Die souverän geschaffte Qualifikation für die neu eingeführte „Königsklasse“ Ende Juli/Anfang August sollten den FCB-Frauen Mut machen für die neue Bundesliga-Saison, auch wenn die Topklubs aus Duisburg, Frankfurt und Potsdam ihre Kader im Sommer deutlich verstärkt haben. „Wir hatten mit Melanie Behringer bei der Europameisterschaft nur eine Nationalspielerin aufzuweisen und demzufolge wird es schwer, mit diesen Vereinen mithalten zu können“, meinte Wörle.

Am Sonntag gegen Essen stehen die ersatzgeschwächten Münchnerinnen vor einer ersten Bewährungsprobe. „Der Tabellenfünfte der vergangenen Saison war für uns in den letzten beiden Jahren immer ein unangenehmer Gegner“, erinnerte Wörle, „wir werden von Anfang an versuchen, konzentriert und mit hoher Laufbereitschaft an diese schwere Aufgabe heranzugehen.“

Freier Eintritt zum Auftakt

Dabei stehen aufgrund der vielen Ausfälle die 17-jährige Annika Doppler und die 18-jährige Carina Wenninger vor ihrem Bundesliga-Debüt. Gespannt kann man auch sein, wer den Konkurrenzkampf um den Platz im Tor gewonnen hat. Kathrin Längert und Ulrike Schmetz lieferten sich hier in den letzten Wochen einen Zweikampf. Längert ist übrigens neben Bachor der einzige Transfer der FCB-Frauen in der Sommerpause, ansonsten setzt man in München auch in der neuen Saison wieder auf Eigengewächse.

Hinweis: Wer am Samstag das bayerische Derby zwischen dem FC Bayern und dem 1. FC Nürnberg in der Allianz Arena besucht, hat am Sonntag beim Saisonstart der FCB-Frauen in Aschheim freien Eintritt bei Vorlage der Eintrittskarte oder Jahreskarte für die Allianz Arena.

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