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Van Buyten zum Arzt

Jubel-Bayern vs. enttäuschten HSV

Es war ein Pokalspiel ganz nach dem Geschmack des FC Bayern. Mit einem 5:0 gegen Rot-Weiß Oberhausen erreichte der Rekord-Champion vergangenen Dienstag locker das Achtelfinale. Für den Hamburger SV, in der Bundesliga nächster Gegner des FCB, gab es hingegen „einen großen Dämpfer“ (Bruno Labbadia). Die Hanseaten schieden am Mittwoch beim Drittligisten VfL Osnabrück aus (5:7 nach Elfmeterschießen). Und das wird auch den Nord-Süd-Gipfel am Samstag beeinflussen, glaubt Louis van Gaal.

„Eine Niederlage hat Einfluss auf ein kommendes Spiel“, ist der FCB-Chefcoach überzeugt, dass der Bundesliga-Tabellenführer am Pokal-Aus noch zu knabbern haben wird (HSV-Trainer Labbadia: „Das war ein Shit-Abend, keine schöne Nacht“). Insgesamt war es bereits das dritte Spiel in Folge für die Hanseaten ohne Sieg (2 Niederlagen, 1 Remis).

„Einen besseren Ausgangspunkt“ für das Bundesliga-Spitzenspiel besitzen hingegen die Bayern, betonte der FCB-Trainer. Fünf Siege in Folge mit 18:2 Toren lautet die jüngste Bilanz des Rekordmeisters. Doch am Ziel sind die Bayern damit noch nicht, und zwar nicht nur, weil die Tabellenspitze noch drei Punkte entfernt ist.

Auch bei der Umsetzung von Van Gaals Philosophie ist die Mannschaft noch lange nicht dort, wo sie der Trainer gerne hätte. „Wir können noch viel besser. Das ist ein Prozess und der dauert lang. Das wissen auch die Spieler. Aber wir sind auf einem guten Weg“, sagte Van Gaal. Die schwierige Vorbereitung und die Verletzungen mehrerer Leistungsträger seien dafür verantwortlich.

Van Buyten angeschlagen

Apropos Verletzung: Vor dem Duell beim Tabellenführer der Bundesliga bangt der FC Bayern um den Einsatz seines Abwehrchefs Daniel van Buyten. Der Belgier laboriert seit dem Oberhausen-Spiel an Sprunggelenksproblemen und konnte seitdem nur individuell und dosiert trainieren. Am Donnerstag ließ er sich von Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt behandeln. „Wir müssen abwarten“, meinte Van Gaal, der ansonsten keine neuen Verletzten zu beklagen hat. „Die anderen sind fit.“

In Hamburg dreht sich derweil alles um die Wade von Zé Roberto. Den langjährigen FCB-Profi, der seit dem Sommer das HSV-Trikot trägt, plagt eine Muskelverhärtung. Hinter seinem Einsatz gegen den Rekordmeister steht ein kleines Fragezeichen. „Ich hoffe, dass ich es bis Samstag schaffe“, sagte der 35-Jährige, der heiß auf den FC Bayern ist. „Es geht im Moment nur um dieses Spiel. Ich will unbedingt gewinnen.“

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