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DFB-Team

Löw setzt auf Kloses Torjägerqualitäten

Die Einstands-Gala des neuen Bayern-Stars Arjen Robben verfolgte Miroslav Klose nur von der Ersatzbank, am Status des Torjägers in der deutschen Nationalmannschaft ändert das aber nichts. Bei Bundestrainer Joachim Löw ist der 31-Jährige weiter erste Wahl. „Es gibt keine Gründe für uns, in irgendeiner Form etwas infrage zu stellen“, erklärte Löw vor den beiden Länderspielen gegen Südafrika und Aserbaidschan.

Gerade Klose habe im DFB-Team „über viele Jahre immer seine Leistung gebracht“, betonte der Bundestrainer. 45 Treffer hat der WM-Torschützenkönig von 2006 in 89 Länderspielen erzielt, 0,51 pro Spiel. Nur sein ehemaliger Teamkollege Lukas Podolski (33 Tore) kann eine minimal bessere Quote (0,52) unter den aktuell ohnehin nur sechs WM-Kandidaten im deutschen Angriff vorweisen. Dahinter folgt mit Abstand FCB-Neuzugang Mario Gomez (10 Tore/0,38).

Wahnsinnige Qualitäten

Löw will sich bei Klose nicht von Momentaufnahmen leiten lassen, sondern glaubt an die Qualitäten des 31-Jährigen. „Durch den Rost wird Miroslav Klose bei Bayern nicht fallen, weil er einfach ein Klassestürmer ist. Ich denke, Bayern München tut gut daran, wenn sie den Kader für die vielen Aufgaben, die sie haben, so bestücken, dass sie eben auch alle Möglichkeiten haben. Sie haben viele Spiele, viele Ziele und werden alle Spieler brauchen“, sagte der Bundestrainer.

Mit der Flügelzange Robben/Ribéry und der möglichen dauerhaften Umstellung des Bayern-Spiels auf das von Trainer Louis van Gaal bevorzugte 4-3-3-System mit nur einem zentralen Stürmer könnten sich die Einsatzzeiten Kloses aber durchaus verringern. „Man sieht jetzt, was wir vorne für eine wahnsinnige Qualität haben beim FC Bayern“, erklärte der gegen Wolfsburg zentral angreifende Gomez.

Kein Ausruhen möglich

Der Neuzugang ist sich durchaus bewusst, dass er sich nicht auf seinen zwei Saisontoren ausruhen kann, zumal neben Klose auch der lange verletzte Weltmeister Luca Toni im Training für ein Comeback schuftet. „Es gibt bei einem Top-Verein auch Härtefälle. Am Wochenende hat es Miro getroffen“, bemerkte Bayerns stellvertretender Kapitän Philipp Lahm.

Mit Robben rechts und Franck Ribéry links habe man nun die Möglichkeit, 4-3-3 zu spielen. „Jetzt sind wir sehr variabel“, meinte Lahm, „aber die Saison ist lang, da werden alle Spieler gebraucht.“ Auch Gomez schreibt Klose, der vor der Abreise zur Nationalmannschaft am Montag an der Säbener Straße noch eine Extraschicht eingelegt hat, im Verein keineswegs ab: „Miro weiß, dass er ein wichtiger Spieler ist.“

Löw beeindruckt

Der Hype um das neue Traumpaar Robben/Ribéry und die Machtdemonstration der Bayern im Top-Spiel gegen Wolfsburg sind auch im Kreis der Nationalmannschaft ein Thema. Löw war beeindruckt: „Die Bayern haben in diesem Spiel gezeigt, welche Möglichkeiten sie haben, wenn sie ihr Potenzial ausschöpfen.“ In Ehrfurcht erstarrt die Konkurrenz aber nicht: „München hatte schon ohne Robben eine gute Mannschaft. Jetzt sind sie viel stärker geworden - aber Angst haben wir nicht“, sagte der Bremer Mesut Özil.

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