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Auf Matthäus' Spuren

Schweinsteiger: Titel wichtiger als Rekord

Er ist gerade mal 25 Jahre alt, am Mittwoch gegen Aserbaidschan wird er aber bereits zum 70. Mal das Trikot der deutschen Nationalmannschaft tragen. Bastian Schweinsteigers Länderspielbilanz erinnert an Rekordnationalspieler Lothar Matthäus. Doch die Bestmarke des Weltmeisters von 1990, der die Rangliste mit 150 Einsätzen anführt, ist für den FCB-Profi nicht das wichtigste Ziel seiner Karriere in der DFB-Auswahl. „Lieber möchte ich 90 Länderspiele und einen WM- oder EM-Titel haben, als Rekord-Nationalspieler zu werden“, sagte Schweinsteiger am Montag.

Dabei steht Matthäus auch am Startpunkt von Schweinsteigers Länderspiellaufbahn. Vor fünf Jahren, kurz vor der Europameisterschaft 2004, debütierte er bei einer 0:2-Testspielniederlage gegen das damals noch von Matthäus betreute Ungarn. „Ich kann mich noch genau erinnern“, meinte das FCB-Eigengewächs, „danach ging es stetig bergauf. Ich habe mit der Nationalmannschaft schon einige Erfolge feiern dürfen. Ganz vorne steht die Weltmeisterschaft im eigenen Land.“

2 WMs, 1 EM

Schweinsteiger ist längst eine feste Größe in der deutschen Elf. Im aktuellen Aufgebot weisen nur Kapitän Michael Ballack (94 Einsätze) und Miroslav Klose (90) mehr Länderspiele auf. „Ich hoffe, dass noch viele Spiele dazukommen“, sagte Schweinsteiger, der im Nationaltrikot bislang 19 Tore erzielte. Überhaupt erst acht Spieler haben für die DFB- oder die ehemalige DDR-Auswahl 100 und mehr Länderspiele bestritten.

Bei zwei Europameisterschaften (2004, 2008) und einer WM-Endrunde (2006) war Schweinsteiger inzwischen schon dabei. Besonders gern denkt er sich an das 3:1 im Spiel um Platz 3 gegen Portugal zum Abschluss des WM-„Sommermärchens“ vor drei Jahren in Deutschland zurück: „Nicht nur, weil ich damals zwei Tore geschossen habe und es so eine tolle Feier in Stuttgart gab, sondern dass dies beim Abschied von Oliver Kahn war. Das ist mir am meisten hängengeblieben.“

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