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Comeback mit Wembley-Tor

Toni hat sich 'sehr wohlgefühlt'

Es war kein normales Drittliga-Spiel, das das altehrwürdige Stadion an der Grünwalder Straße am Freitagabend erlebte. Bayern-Star Luca Toni hatte sich die Partie der Bayern-Amateure gegen Jahn Regensburg ausgesucht, um nach dreimonatiger Verletzungs- und Aufbauphase (Achillessehnenprobleme) sein Comeback zu feiern - und verbreitete ein wenig weltmeisterlichen Glanz auf Giesings Höhen.

Angefangen von Manager Uli Hoeneß, über Sportdirektor Christian Nerlinger, den beiden Assistenztrainer Andries Jonker und Hermann Gerland sowie Fitness- und Rehacoach Thomas Wilhelmi - alle saßen wegen Toni auf der Tribüne. Der hatte kurzfristig noch 20 Karten für Freunde aus seiner italienischen Heimat besorgen müssen. Auch Lebensgefährtin Marta hatte fünf Minuten vor dem Anpfiff unter den insgesamt 2.900 Zuschauern - viele von ihnen werden genauso wie die gut 30 Medienvertreter gerade wegen Toni gekommen sein - Platz genommen.

Mit der Nummer 44 auf dem Rücken brauchte Toni eine gewisse Anlaufphase, um für die ersten Akzente zu sorgen. In der 20. Minute traf er mit dem Kopf ins Tor, stand dabei aber leicht im Abseits. Vier Minuten vor der Pause scheiterte er mit einem Kopfball nur an der Unterkante der Latte, von dort sprang der Ball auf die Linie. „Er war nicht drin“, sagte der Italiener, der in Tornähe meist von zwei bis drei Gegenspielern umzingelt wurde. Hinzu kam noch eine Gelbe Karte. „Ich habe keine Ahnung, warum ich die bekommen habe.“ Schiedsrichter Dominik Nowak verwarnte seinen bis dato wahrscheinlich prominentesten Spieler in der 36. Minute.

Wie von Louis van Gaal angeordnet, spielte Toni eine Halbzeit und zog anschließend ein positives Fazit. „Ich habe mich auf dem Feld sehr wohlgefühlt und hätte gerne noch etwas länger gespielt“, meinte der 32-Jährige. „Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer es ist, nach einer langen Verletzung wieder Anschluss zu finden“, sagte FCBII-Coach Mehmet Scholl nach der 0:5-Niederlage über Toni: „Man hat aber in einigen Situationen gesehen, dass er heute mehrere Klassen zu tief gespielt hat heute.“

Eine einmalige Aktion soll Tonis Einsatz bei Scholls Mannschaft gewesen sein. Er selbst hatte das den Trainern vorgeschlagen. „Für mich war das kein Problem. Ich bin Fußballer und habe früher in der 3. Liga gespielt. Ich wollte einfach wieder in den Spielrhythmus kommen, da bin ich jetzt wieder drin“, sagte er. Schon bald hofft der Bundesligatorschützenkönig von 2008, wieder in der Allianz Arena und den anderen Stadien der 1. Liga auf Torejagd gehen zu können. Toni sagte: „Ich möchte bald wieder bei den großen Bayern spielen.“

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