präsentiert von
Menü
Wiesn und Bayern-Derby

Tymoshchuk freut sich auf sein erstes Mal

Die Lederhose steht ihm schon mal gut. Vor drei Wochen hat sich Anatoliy Tymoshchuk für ein Foto-Shooting bei FCB-Partner Paulaner erstmals in die bayerische Tracht geworfen. „Ich habe mich in der Lederhose gut gefühlt“, berichtete er. Schon bald wird er die Krachlederne wieder überstreifen, denn am Samstag beginnt in München das Oktoberfest. „Das ist ein wichtiges bayerisches Fest“, weiß der Ukrainer, der die Wiesn bisher nur aus dem Fernsehen kennt. „Allein die Kleidung hat mich schon beeindruckt.“ Die Lederhose also.

Zum Wiesn-Start, ein paar Stunden nach dem berühmten „O’zapft is!“ von Münchens Oberbürgermeister, wird Tymoshchuk aber kurze Hosen tragen. Am Nachmittag gastiert der 1. FC Nürnberg in der Allianz Arena. Und auch von diesem bayerischen Derby hat der 30-Jährige, der im Sommer von St. Petersburg nach München gewechselt ist, schon gehört. „Man hat mir viel erzählt über dieses Spiel“, sagte er. Doch besonders motiviert zu werden, braucht er nicht. „Für mich ist sowieso jedes Spiel ein Derby.“

Vor zwei Jahren hat Tymoshchuk schon einmal gegen Nürnberg gespielt. In der Gruppenphase des UEFA-Cups trennte er sich mit Zenit St. Petersburg 2:2 vom „Club“. Am Samstag erwartet er wieder starke Gegenwehr der Franken. „Mir ist vollkommen klar: Nürnberg wird alles geben, sie werden spielen als wäre es ihr letztes Spiel“, meinte er und versprach: „Wir werden dagegenhalten.“

Ähnliches ist auch von Seiten des „Club“ zu hören. „Wir treten nicht mit einem schmalen Kreuz auf. Wir haben durchaus Chancen, dort etwas zu holen“, kündigte Nürnbergs Trainer Michael Oenning dem FCB den Kampf an. Der Aufsteiger, der letzten Samstag beim 1:0 gegen Borussia Mönchengladbach seinen ersten Saisonsieg feierte, ist auswärts noch ungeschlagen (0:0 in Stuttgart, 1:1 in Frankfurt). „Wir müssen uns nicht verstecken“, meinte Oenning.

Die Bilanz des FC Bayern zur Wiesn-Zeit dürfte den Nürnbergern aber wenig Hoffnung machen. Nur 7 von 73 Heimspielen während des Oktoberfestes hat der Rekordmeister verloren. Die traditionelle Heimstärke des FCB zur Wiesn-Zeit hat der „Club“ in den letzten beiden Jahren bereits zu spüren bekommen. Vor einem Jahr gewann der FCB (im DFB-Pokal) mit 2:0, in der Saison davor 3:0.

Weitere Inhalte