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'Ich bin sehr, sehr zufrieden'

Van Gaals 'zweiter Anzug' sitzt

Am Mittwoch wurde der Konkurrenzkampf beim FC Bayern wieder ein Stückchen härter. Martin Demichelis trainierte nach sieben Wochen Verletzungspause (Bänderriss) erstmals wieder mit der Mannschaft. „Es ist alles wieder gut. Ich muss mich jetzt langsam steigern“, sagte der Argentinier fcbayern.de. Wenn bald auch Mark van Bommel (Lauftraining nach Zehenbruch) zurück ist, steht Louis van Gaal sein kompletter Kader zur Verfügung. 26 Mann für 11 Positionen.

„Der Trainer hat die Qual der Wahl“, stellte Karl-Heinz Rummenigge am Montagabend in der Sendung „Blickpunkt Sport“ fest. Vor allem über das Training wird der Kampf um die Stammplätze ausgetragen. „Es ist sehr, sehr viel Qualität im Training. Jeder versucht, sein Bestes zu geben“, erzählte Mario Gomez. Für den Trainer sei das sicher „ein schönes Gefühl“.

Die Mehrheit der FCB-Profis allerdings muss sich an Spieltagen mit einer Ersatzrolle zufrieden geben. „Wir haben einen großen Kader mit viel Qualität, da kommt es immer mal zu Härtefällen. Das muss jeder akzeptieren“, sagte Philipp Lahm, „Miroslav Klose hat auch schon auf der Bank gesessen oder auch Franck Ribéry.“

Beim Pokalspiel gegen Rot-Weiß Oberhausen am Dienstagabend standen viele Spieler aus der zweiten Reihe endlich in der ersten Elf. Andreas Ottl, José Sosa, Hamit Altintop oder Breno zum Beispiel. Ihnen vertraute Van Gaal, auch um einigen Stammspielern der letzten Wochen eine Verschnaufpause zu gönnen, und wurde nicht enttäuscht. 5:0 gewannen die Bayern und bauten ihre Serie damit auf fünf Sieg in Folge aus.

„Ich bin sehr, sehr zufrieden. Ich habe viele Spieler gesehen, die mir gut gefallen haben“, lobte Van Gaal die Leistung seines „zweiten Anzugs“. Trotz der vielen neuen Gesichter habe es „keinen Bruch“ im Spiel des Rekordmeisters gegeben, betonte Lahm und erklärte, warum: „Jeder weiß ganz genau, was er auf seiner Position zu tun hat.“

Nach zweieinhalb Monaten Training ist Van Gaals Vorstellung von Fußball also gut in den Köpfen aller Spieler verankert. „Wir haben in den letzten Wochen viel gelernt und verstehen die Philosophie des Trainers immer besser“, berichtete Daniel van Buyten.

Teil dieser Philosophie ist es auch, dass die Mannschaft nicht nur aus elf Mann besteht. „Wir machen das zusammen, 26 Spieler“, betonte der FCB-Cheftrainer die Einheit des Teams. Trotz Konkurrenzkampf ist auch dieser Gemeinschaftsgedanke bei den Bayern angekommen. Gomez sagte: „Wir sind ein Verein und halten zusammen.“

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