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'Das ist unglaublich'

Youngster Müller überrascht alle

Was für eine Woche für Thomas Müller! Seinen ersten beiden Bundesligatreffern am vergangenen Samstag beim 5:1-Erfolg des FC Bayern in Dortmund ließ das Offensiv-Talent nur vier Tage später seinen ersten Champions-League-Doppelpack folgen, mit dem er am Dienstagabend den klaren 3:0-Auftaktsieg des Rekordmeisters bei Maccabi Haifa sicherte. Ganz nebenbei feierte Müller am Sonntag noch seinen 20. Geburtstag.

Turbulente Tage für den Youngster, den der Rummel um seine Person glücklicherweise noch erstaunlich unbeeindruckt lässt. „Das kommt immer von außen, nicht von mir selbst. Für mich ist wichtig, dass wir gewonnen haben, weil es ein schweres Stück Arbeit war. Jetzt können wir zufrieden nach Hause fahren“, sagte das FCB-Eigengewächs nach seinen beiden Toren gegen den israelischen Meister im Ramat-Gan-Stadion von Tel Aviv.

Die Verantwortlichen des FC Bayern sparten nach dem zweiten Gala-Auftritt binnen vier Tagen nicht mit Lob für den zweifachen Torschützen. Manager Uli Hoeneß bezeichnete Müller als „die größte Überraschung für alle. Wie er mit 20 Jahren ganz befreit aufspielt, wichtige Tore erzielt, zwei in Dortmund und heute wieder zwei - da kann man unserer Nachwuchsabteilung nur gratulieren“, so Hoeneß. „Bei dem läuft es im Moment ganz gut.“

Hermann Gerland, Müllers Trainer aus Drittligatagen und inzwischen Co-Trainer der Profis, weiß schon länger um die Qualitäten des gebürtigen Oberbayern. „Der Müller ist ein Spieler, der macht Tore. Immer. Auch wenn er schlecht spielt“, sagte Gerland kürzlich. Gegen Haifa erhielt Müller den Vorzug vor Hamit Altintop und rechtfertigte diese Entscheidung eindrucksvoll.

„Müller spielt sehr gut. Heute war er mein bester Spieler. Das ist unglaublich. Er ist Sonntag erst 20 Jahre alt geworden“, zeigte sich Trainer Louis van Gaal rundum zufrieden mit seinem Spieler Nummer 25. „Natürlich bin ich sehr zufrieden, wenn ein Spieler zweimal zwei Tore macht. Er hat aber auch in der Mannschaft ein gutes Spiel gemacht“, lobte der Niederländer. „Es ist natürlich ein tolles Gefühl, dass der Trainer und die Mannschaft auf mich setzen“, gab sich Müller gewohnt bescheiden.

Müllers turbulente Tage schien ein Bayern-Fan bereits vorausgeahnt zu haben. Vor rund zwei Wochen, im Live-Chat bei FCB.tv, wurde Müller gefragt, was er sich zu seinem 20. Wiegenfest lieber wünsche: Drei Tore gegen Dortmund oder drei Treffer gegen Maccabi Haifa. „Beides“, antwortete Müller spontan mit einem Lachen, schränkte dann aber sogleich ernst ein: „Ich wünsche mir, dass wir beide Spiele gewinnen.“ Gesagt getan. Dass er selbst nur jeweils knapp an der Drei-Tore-Marke vorbeischrammte, dürfte er dabei sicher verschmerzen.

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