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Stimmen zum 1:2 in Bordeaux

'Eine absolut verdiente Niederlage'

Nach der ersten Niederlage in dieser Champions-League-Saison war man beim FC Bayern selbstkritisch. „Es war eine absolut verdiente Niederlage“, sagte Karl-Heinz Rummenigge. „Das war einer Spitzenmannschaft nicht würdig“, meinte Mark van Bommel, der sich ärgerte: „Wir haben das Spiel selbst aus der Hand gegeben.“ Für die kommenden beiden Heimspiele forderte Rummenigge jetzt „sechs Punkte. Sonst wird es sehr schwierig, sich noch fürs Achtelfinale zu qualifizieren. Die Mannschaft ist jetzt gefragt, sofort zu reagieren, dagegenzuhalten und die Punkte zu machen, die wir benötigen.“

Die Stimmen im Überblick:

Karl-Heinz Rummenigge: „In der ersten Halbzeit haben wir sehr schlecht gespielt. Dabei lief das Spiel für uns eigentlich perfekt, nachdem wir nach sechs Minuten durch das glückliche Eigentor von Bordeaux 1:0 geführt haben. Danach hätte man das Spiel eigentlich locker nach Hause spielen können. Zumindest hätten wir nicht verlieren dürfen. Aber wir haben alles vermissen lassen in der ersten Halbzeit: Laufbereitschaft, kämpferischen Einsatz, Cleverness. Dann kam mit dem Platzverweis von Müller eine numerische Unterzahl zustande, die schwer gewogen hat. Es war eine absolut verdiente Niederlage, mit der wir jetzt natürlich unter Druck kommen. Offensichtlich sind wir im Moment nicht stabil. In Freiburg war es o.k., vor allem in der zweiten Halbzeit. Aber was wir heute abgeliefert haben, damit kann man in der Champions League nicht bestehen. Wir haben jetzt zwei Heimspiele gegen Bordeaux und Maccabi Haifa - da müssen wir sechs Punkte machen, weil es sonst sehr schwierig wird, sich noch fürs Achtelfinale zu qualifizieren. Die Mannschaft ist jetzt gefragt, sofort zu reagieren, dagegenzuhalten und die Punkte zu machen, die wir benötigen.“

Louis van Gaal: „Wir haben gut angefangen, hatten immer den Ball, das Tor nach der Ecke war ein Geschenk. Nach der Führung hatten wir viele Fehlpässe, dann weiß man, dass der Gegner kommt. Es war komisch, dass wir in der zweiten Halbzeit mit zehn Mann besser gespielt haben als zuvor mit elf. Wir hatten die Chance zum 2:2, aber haben das Tor leider nicht gemacht. Das ist unglaublich. Es ist auch unglaublich, dass wir in der ersten Halbzeit so viele Ballverluste hatten.“

Mark van Bommel: „Das war einer Spitzenmannschaft nicht würdig. Das 1:0 bekommen wir geschenkt, doch dann geben wir das Spiel selbst aus der Hand. Wir hätten Ruhe bewahren und den Ball rundspielen müssen, dann wird der Gegner müde. Das hat man auch in der zweiten Halbzeit gesehen, da war Bordeaux richtig müde. Im Nachhinein müssen wir froh sein, dass es nur 1:2 ausging. Aber obwohl wir mit zehn Mann gespielt haben, hätten wir das 2:2 schießen können.“

Philipp Lahm: „Die ersten Minuten haben wir ordentlich gespielt, dann aber den Faden verloren. Und wir haben zu viele Fouls um unseren Sechzehner rum gemacht, so dass Bordeaux gute Chancen hatten. Das wollten wir eigentlich vermeiden, weil wir wussten, dass sie nach Standardsituationen stark sind. So machen sie dann zwei Tore. Und dann mit zehn Mann war es natürlich umso schwerer. Aber in der zweiten Halbzeit haben wir es noch einmal versucht und hatten eine Hundertprozentige zum 2:2. Wir wissen, wenn wir Bordeaux zu Hause schlagen, sind wir vor ihnen. Wir haben jetzt noch drei Spiele, davon zwei zu Hause. Es ist noch alles möglich. Aber wir müssen natürlich besser spielen.“

Jörg Butt: „Wir haben uns das heute selbst zuzuschreiben. Nach dem 1:0 haben wir aufgehört, Fußball zu spielen, hatten viel zu einfache Ballverluste, haben zu viele Standardsituationen gegen uns zugelassen und waren bei den Gegentoren nicht aufmerksam genug. In der ersten Halbzeit haben wir das Spiel verloren. In der zweiten Halbzeit war es ordentlich. Es war wichtig, dass wir nicht höher verloren haben. Denn mit einem 1:0 zu Hause können wir dank des direkten Vergleichs an Bordeaux vorbeiziehen. Wir stehen jetzt natürlich unter Druck und müssen das Heimspiel gewinnen.“

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