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Tor- und Siegflaute beendet

'Jetzt geht’s wieder aufwärts beim FCB '

Nach dem Führungstreffer zum 1:0 brach es aus Thomas Müller heraus. Der 20-Jährige riss beide Arme mit geballten Fäusten nach oben und brüllte seine Freude lautstark durch das Freiburger badenova-Stadion. 315 quälende Minuten ohne ein Bayern-Tor waren endlich zu Ende. „Es war ein Stück weit eine Befreiung, weil wir so lange kein Tor gemacht haben“, sagte Müller nach dem 2:1 (1:0)-Sieg des FC Bayern am Samstagnachmittag bei Aufsteiger SC Freiburg.

Müllers dritter Saisontreffer war der Grundstein für diesen so eminent wichtigen Erfolg des Rekordmeisters, dem ersten „Dreier“ nach zuvor drei sieglosen Pflichtspielen in Folge. „Heute ging es nur darum, drei Punkte zu machen. Die haben wir ziemlich souverän gemacht“, sagte ein zufriedener Manager Uli Hoeneß. Seine Zufriedenheit dürfte das Ergebnis des Spitzenspiels am Abend in Hamburg noch gesteigert haben. Durch das 0:0 zwischen dem HSV und dem punktgleichen Tabellenführer Bayer Leverkusen konnten die Bayern den Abstand zur Spitze auf sechs Zähler verkürzen.

Drei Punkte, egal wie - so lautete das Motto der Bayern vor diesem Spieltag. Dementsprechend mischte sich unter die Freude über den Sieg auch eine Portion Erleichterung. „Siege sind immer wichtig. Aber für diesen hier gilt das noch etwas mehr“, meinte Trainer Louis van Gaal. „Natürlich war der Druck groß, aber die Mannschaft war sehr konzentriert und hat sich gut auf dieses Spiel vorbereitet“, sagte Nationalverteidiger Philipp Lahm.

Wie so oft in dieser Saison beherrschten die Bayern auch in Freiburg über weite Strecken Ball und Gegner. „Wir haben in der ersten Halbzeit das Spiel kontrolliert, hatten aber zu viele Ballverluste. Wir haben aber auch keine Chancen zugelassen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann dominant gespielt“, lautete Van Gaals Analyse. Torchancen für seine Mannschaft blieben aber in beiden Halbzeiten eher selten.

„Für meinen Geschmack hätten wir das eine oder andere Tor mehr machen sollen fürs Selbstvertrauen. Nach dem 2:0 hatten wir viele Überzahlsituationen, die haben wir nicht konsequent genug ausgenutzt“, sagte Hoeneß. „Nach dem 2:0 hätten wir es besser machen müssen. Da hatten wir etliche Konterchancen, um vielleicht das 3:0 machen zu können“, bemängelte auch Lahm. „Wir sind zufrieden mit den drei Punkten, wissen aber auch, dass wir mehr Tore hätten machen müssen“, gestand der fleißige Bastian Schweinsteiger.

Letztendlich bleib es aber bei Müllers Treffer (42.) und dem Eigentor des Freiburgers Du Ri Cha (68.) nach Pass von Müller. „Spielerisch war natürlich Luft nach oben, aber wir haben über den Kampf ins Spiel gefunden und gezeigt, dass wir die Punkte unbedingt wollten. Wir haben Leidenschaft an den Tag gelegt. Das war einfach mal wieder wichtig“, sagte der 20-Jährige, der nun schon sechs Pflichtspieltore in dieser Saison auf dem Konto hat.

Jetzt eine Serie

Und dann war da ja noch der Anschlusstreffer in der Nachspielzeit durch den eingewechselten Stefan Reisinger (90.+2). „Über das Gegentor am Ende habe ich mich geärgert, das war unnötig“, meinte Van Gaal. „Das am Ende hätte nicht passieren dürfen“, meine Mark van Bommel, der gemeinsam mit Luca Toni sein Comeback nach langer Verletzungspause feierte. Schließlich sieht gegen einen Aufsteiger ein 2:0 besser aus als ein 2:1.

Auch Hoeneß ärgerte sich ein wenig über den Schönheitsfehler am Ende, „aber im Großen und Ganzen bin ich zufrieden. Jetzt wollen wir eine Serie starten und den Anschluss nach oben wieder herstellen.“ Am Samstag gastiert Eintracht Frankfurt in der Allianz Arena, zuvor wollen die Bayern aber noch in Bordeaux punkten und in der Champions League die Weichen auf Achtelfinaleinzug stellen. Thomas Müller ist sich jedenfalls sicher: „Jetzt geht’s wieder aufwärts beim FC Bayern.“

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