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Champions League

Bayern blicken nach Bordeaux

Maccabi Haifa ist am Mittwoch der vorletzte Gruppengegner des FC Bayern in der laufenden Champions-League-Saison. Das Weiterkommen hat der deutsche Rekordmeister allerdings nicht mehr in der eigenen Hand. Deswegen werden Verantwortliche, Trainer, Spieler und Fans am Mittwoch auch ganz genau beobachten, was zeitgleich in Bordeaux passiert.

Dort trifft Girondins Bordeaux als Spitzenreiter der Gruppe A auf den Zweiten Juventus Turin. Nur wenn Turin nicht gewinnt, kann der FC Bayern noch ein „Endspiel“ um Platz zwei im letzten Gruppenspiel beim italienischen Vizemeister bekommen (siehe Kasten). Doch die Italiener gehen favorisiert in das Duell beim französischen Meister.

Denn Bordeaux steckt in einem Herbst-Tief. Am Samstag kassierte das Team von Trainer Laurent Blanc in der französischen Liga die zweite Niederlage in Folge und verlor die Tabellenführung. Das 0:1 (0:1) gegen Valenciennes war die erste Heimniederlage für Girondins seit mehr als zwei Jahren (Oktober 2007), 39 Mal in Folge hatte die Blanc-Elf im heimischen Stadion Chaban-Delmas nicht verloren.

Verletzungssorgen in Bordeaux

„Valenciennes hat ein Tor gemacht und dann sind wir gegen eine Chinesische Mauer angerannt“, sagte Innenverteidiger Marc Planus zum Spiel gegen den Tabellensiebten, der durch Mamadou Samassa die Partie entschied. Bordeaux ist nun nur noch Zweiter in der Tabelle, punktgleich mit dem Dritten Olympique Lyon und einen Zähler hinter Spitzenreiter AJ Auxerre.

Zum sportlichen Tief gesellen sich in Bordeaux zudem Verletzungssorgen. Denn gegen Turin muss Trainer Blanc auf Yoann Gourcuff verzichten. Der Girondins-Spielmacher fehlte schon gegen Valenciennes aufgrund von Adduktorenproblemen. Auch Abwehrspieler Henrique (Knieprobleme) fällt weiter aus. Fraglich ist zudem der Einsatz von Topstürmer Marouane Chamakh, der am Samstag wegen einer Bauchmuskelverletzung ausgewechselt werden musste. Auch hinter Jussiê (Hüfte) und Franck Jurietti (krank) stehen Fragezeichen.

Juventus angriffslustig

Anders ist die Situation bei Juventus Turin. Die Italiener freuten sich am Sonntag nicht nur über einen 1:0 (0:0)-Erfolg gegen Udinese Calcio (Torschütze Fabio Grosso), mit dem sie Platz zwei in der Tabelle behaupteten, sondern auch über die Comebacks von Alessandro del Piero (Muskel- und Rückenprobleme/im Bild) und Mohamed Sissoko (Mittelfußbruch).

Und auch wenn mit David Trezeguet (Wade) und Vicenzo Iaquinta (Meniskus-OP) derzeit zwei Stürmer ausfallen, reisen die Italiener angriffslustig nach Frankreich. „Wir wollen in Bordeaux gewinnen, ein Remis nützt nichts“, sagte Verteidiger Giorgio Chiellini. Mit einem Sieg würde Juve Bordeaux als Tabellenführer ablösen und die Qualifikation fürs Achtelfinale perfekt machen. Diego forderte „maximale Konzentration“ für das Spiel in Bordeaux, „ein Spiel das wir gewinnen können und müssen.“

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